15. Jahrestag der Eröffnung der Johanniter-Verleihstation in Jastrzebie Zdrój

46. Mitteilungsblatt, 15. August 2017

15. Jahrestag der Eröffnung der Johanniter-Verleihstation in Jastrzebie Zdrój

Auf Einladung von Pfarrer Jan Raszyk besuchten wir am 9. September 2017 die Gemeinde von Jastrzebie Zdrój, um den 15. Jahrestag der Eröffnung der Verleihstation für Krankenbetten, Rollstühle und medizinisch-technische Hilfsgeräte mit einem feierlichen Gottesdienst zu begehen. Anwesend waren der Bischof der Diözese Kattowitz, Bischof Marian Niemiec und Pfarrer Henryk Reske aus der Gemeinde Orzesze in Oberschlesien. 

 

Dieser Jahrestag erinnerte an den unvergessenen, 2003 zu früh verstorbenen Ritterbruder Paul Roth, der seinerzeit zusammen mit seiner Frau Helga Roth und dem Ritterbruder Carl-Theodor v. Lieres und Wilkau die treibende Kraft zur Eröffnung der Station gewesen war. Schon einen Tag später, am 10.9.2002 wurden in Zabrze und im November des gleichen Jahres zwei weitere Stationen in den Pfarreien von Oppeln und  Kattowitz eröffnet. Die seinerzeitige Idee, medizinische Hilfsgeräte unentgeltlich an hilfsbedürftige Menschen zu verleihen, die sich diese nicht leisten konnten und die sonst ohne Hilfe bleiben würden, hat seitdem reiche Früchte getragen. Heute arbeiten in acht weiteren evangelischen Gemeinden Schlesiens Ausleihstationen. 

 

Nicht vergessen werden sollte, dass vor diesem offiziellen Datum seit Mitte der 1990er Jahre das sehr aktive ehrenamtliche Engagement der Eheleute Bock-Drozdowicz in Schweidnitz und deren Erfahrungen zum Konzept der Johanniter-Verleihstationen in Schlesien beigetragen hatten. 

 

Pfarrer Jan Raczyk ging in seiner Predigt ausführlich auf die wertvolle Hilfe ein, welche die  evangelischen Gemeinden in Schlesien in den späten Jahren des letzten Jahrhunderts  aus dem Ausland und insbesondere von der Schlesischen Genossenschaft des Johanniterordens erhalten hatten.  Insbesondere  betonte Pfarrer Raszyk die große Hilfe, die aus der Initiative  von Paul Roth erwuchs und die vielen Leuten und ihren Familien geholfen hat.  Er dankte den Johannitern und allen Menschen, die das Material für die Stationen sammelten und transportierten.  

 

Bischof Marian Niemiec, der vor 15 Jahren in Oppeln Pfarrer gewesen war und die dortige Station mitbegründete, schloss sich dem Dank von Pfarrer Raszyk an. Er ging in seiner Rede auf die vielfältigen Hilfen seitens der Schlesischen Genossenschaft ein und betonte, dass diese Hilfen die diakonischen Aufgaben der Gemeinden ermöglicht und gestärkt hätten. 

 

In seinem Grußwort übermittelte EK Graf Harrach die Grüße des Kommendators und der Mitglieder der Schlesischen Genossenschaft. Er hob die Rolle der Anlaufstelle für die Transporte mit medizinischen Hilfsmitteln hervor. Deren Verteilung an die anderen Stationen in Oberschlesien koordinierte Pfarrer Raszyk. Ohne diese Tätigkeit wäre die Arbeit in den Verleihstationen undenkbar gewesen. 

 

RR Karl Otto Graf Rittberg