Bericht über die Tätigkeiten der Schlesienhilfe 2012/13

39. Mitteilungsblatt, 01. Oktober 2013

Hilfsmitteltransport - Schulmöbel für die evangelische Schule in Gleiwitz

Kurz vor dem Rittertag haben RR v. Lieres und RR Graf Rittberg die Verleihstationen besucht. Graf Rittberg hat darüber einen Bericht geschrieben, den ich zur Lektüre empfehle, da er aufzeigt, wie wichtig unsere Verleihstationen und die Unterstützung der Jugendarbeit sind. Insgesamt hatten die Herren einen positiven Eindruck mit nach Görlitz gebracht.

 

RR v. Rheinbaben berichtete von seinen Besuchen und den Gesprächen in den Sozialstationen. 2012/13 wurden insgesamt über 18500 Behandlungen durchgeführt. Im März fand ein Gespräch der Pfarrer in Wang statt, bei dem eine Konzeption besprochen wurde, wie man in den Genuss von Zuzahlungen aus dem Gesundheitsfonds kommen könnte. Pfarrer Pech und Schwester Edyta haben einen Weg aufgezeigt, der positiv aufgenommen wurde und jetzt weiter besprochen wird.

 

Der Konvent hatte eine Erhöhung der Zuwendungen für die Sozialstationen besprochen, um Kostensteigerungen auszugleichen, RR v. Rheinbaben überbrachte den Dank der Pfarrer.

 

Auch in der abgelaufenen Periode fanden Hilfsmitteltransporte statt. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von RR. v. Struensee, der in Kassel einen Transport mit Krankenhausbetten für das Krankenhaus in Groß-Wartenberg organisieren konnte. Er hat angekündigt, dass weitere folgen.

 

Besondere Freude bereitet die Zusammenarbeit mit Ritterbruder Hug aus Zürich.

 

Es sind inzwischen 4 Transporte abgewickelt worden. Bei dem letzten handelte es sich um Schulmöbel für die evangelische Schule in Gleiwitz, die Anfang September eröffnet wird.

 

Davor waren es 150 Stühle für das Lutherhaus in der Friedenskirche in Schweidnitz. Dieser Transport hatte es in sich, die Frage von Hug, ob er auch einige Schachteln mit Kleidern und einige Pflegebetten hinzu fügen dürfe, hatte ich bejaht. Es waren 60 Umzugskisten, die ankamen und natürlich auf viele Stationen verteilt wurden, die 12 Pflegebetten werden in der Verleihstation der Gemeinde dringend benötigt.

 

Ein Transport, der überwiegend aus Möbeln und Kleidern bestand, habe ich an Frau von Rosenberg weitergeleitet, da dafür in Schlesien kein akuter Bedarf vorhanden war.

 

Die erste Ladung ging an das Altenheim in Breslau: 32 elektrische Spitalbetten mit reichlich Zubehör. Wir haben bei diesen Lieferungen nur teilweise die Transportkosten getragen, da auch diese von den Schweizern übernommen wurden. Vielen Dank!

 

Durch die Vermittlung von Ritterbruder Dr. Christian Meyl konnten wir von der Sanaklinik 2 weitere Bettenlieferungen bekommen. Sie gingen ebenfalls nach Breslau und wurden von der Diakonie auch abgeholt.

 

Aber auch für unsere Verleihstation in Breslau konnten wir einen Transport organisieren. Dort war der Bedarf an elektrischen Pflegebetten besonders groß. Als die Lieferung ankam hat Pfarrer Mendrok auch gleich zurückgeschrieben, dass sofort 4 der 7 Betten abgeholt wurden, jetzt sind alle im Einsatz.

 

Mir ist es gelungen, im letzten Jahr 2 und in diesem Jahr einen Transport mit Inkontinenzmaterial für die Sozialstationen zu koordinieren. Leider ist der Nachschub im Moment nicht groß, da durch den Einsatz von neuen Maschinen bei der Firma Hartmann AG in Heidenheim der Ausschuss geringer geworden ist.

 

Die Förderung der Jugendarbeit haben wir fortgesetzt und an die Bischöfe Beträge für besonders bedürftige Jugendliche überwiesen, damit diese an den Fahrten nach Wittenberg und Eisennach teilnehmen können. In diesem Winter war sicher unser Zuschuss für die Heizkosten einiger besonders armen Gemeinden von Nöten.

 

Eine dieser Gemeinden, die in Sorau, erhält besondere Zuwendung der Volkstiftung, die auch die Schlesienhilfe unterstützt, wofür wir besonders dankbar sind.

 

An dieser Stelle auch ein Überblick über die Tätigkeit des JDP, die in Schlesien besonders erfolgreich ist. Die Regionalverbände des JDP entwickeln sich und schreiben in diesem Jahr voraussichtlich eine schwarze 0, sie können aber nichts an die Zentrale abführen, daher wurde um die Unterstützung der Ostgenossenschaften, der Ordensregierung und der JUH gebeten. Hervorzuheben ist der Einsatz des Präsidenten des JDP, Pfarrer Gimza. Er ist Leiter des Missionswerkes und Vorsitzender der Synode der Kirche.

 

Die Verleihstation des JDP entwickelt sich gut, - wir hatten die Grundausstattung zur Verfügung gestellt; der verantwortliche Diakon Gumpert hat aber weiteres Material hinzugekauft, da der Bedarf groß ist.

 

163 Schülerinnen und Schüler erhielten letztes Jahr eine Erstehilfeausbildung, durch verschiedene Veranstaltungen werden die Jugendlichen -insgesamt 5oo sind ausgebildet- bei der Stange gehalten, das sind z.B. Absicherungen bei Sportfesten, Wettbewerbe unter dem Motto „4 Minuten, die das Leben entscheiden“ und Lager zusammen mit JUH Gruppen. Durch unsere Förderung werden sie ermöglicht.

 

Ich freue mich darüber besonders, da verschiedene Facetten unseres Ordensauftrags damit erfüllt werden. Die Jugendarbeit hilft in den Notfällen, die Verständigung zwischen Polen und Deutschen wird gepflegt und der Glaube der Jugendlichen wird geweckt und gefestigt.

Ich freue mich, dass wir auf ein weiteres erfolgreiches Jahr zurückblicken können. Allen die daran mitgewirkt haben danke ich sehr herzlich.

 

RR Babo Graf Harrach