Bundesweit und international: Dialyse-Shunt-Tagung in Rheinhausen

Duisburg-Rheinhausen, 30. November 2017

Einmal im Jahr füllen sich die Nebenstraßen im größeren Radius des Johanniter-Krankenhauses in Duisburg-Rheinhausen mit ortsfernen KFZ-Kennzeichen. Dann ist klar, es ist wieder „Shuntzeit“. Die bereits 8. Duisburger Dialyse-Shunt-Tagung empfing im November wieder Mediziner und Forscher aus ganz Deutschland. Zu den über 170 Teilnehmern zählte erstmalig auch eine Delegation aus Taiwan. Schon in den letzten Jahren zeichnete sich mit Teilnehmern aus den Nachbarländern deutlich ab, dass die Duisburger Shunt-Tagung in Rheinhausen internationaler wird. Zu den Initiatoren des Kongresses gehörten seitens des Johanniter-Krankenhauses u.a. Chefarzt Dr. Alexander Meyer und Oberarzt Thomas Lohmann.  

Zum Hintergrund: Die Zahl der Menschen, die sich einer regelmäßigen Blutwäsche unterziehen müssen, steigt in Mitteleuropa stetig an. Sie benötigen einen Shunt, eine künstlich, operativ geschaffene Vene, die dazu dient, einen schnellen Blutdurchfluss zu erzeugen, um ein optimales Dialyseergebnis, sprich eine Blutwäsche, zu ermöglichen. Deshalb nennt man den Shunt auch einen „Kurzschluss“.

Workshop im OP-Saal. Die Johanniter-Chirurgen zeigten den Teilnehmern bei neun Operationen, wie Shunt-Chirurgie gemacht wird.
Foto: Sandra Kalkmann