Lacrima Trier

 

Der Verlust eines Elternteils, eines Bruders oder einer Schwester durch den Tod ist für Kinder und Jugendliche ein schwerer Schock. Die Johanniter begleiten Kinder und Jugendliche bei ihrer Trauerarbeit und bieten Hilfe in den verschiedenen Trauerphasen. Wir unterstützen die Kinder, beraten die Eltern und bieten Seminare und Vorträge.

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Die Trauergruppe „Lacrima“ der Johanniter in Trier
unterstützt Kinder, Jugendliche und deren Angehörige

Das ehrenamtliche Team von Lacrima hat ein Herz für die Arbeit mit trauernden Kindern und Jugendlichen. Die psychologische Beraterin, Klangpädagogin und erfahrene Trauerbegleiterin Margret Henn (ganz rechts) koordiniert. Weitere an Mitarbeit interessierte Menschen können sich gern bei ihr melden - Vorbereitung, Ausbildung und Supervision gehören dazu.

Alle 14 Tage lädt die Initiative „Lacrima“ (lateinisch Träne) Kinder und Jugendliche ein, die einen ihnen wichtigen Menschen verloren haben. Bei den kostenlosen Zusammenkünften in den Räumen der Johanniter-Unfall-Hilfe, in der Trierer Loebstraße 15, können die jungen Leute unter ihresgleichen Trauer, aber auch alle anderen Gefühle, zulassen. „Ziel ist, mit unseren Gruppentreffen Halt und Hilfe zu geben – auch für die Angehörigen“, erklärt die erfahrene Trauerbegleiterin Margret Henn, die das Projekt im Regionalverband Trier-Mosel leitet. Ein festes Team Ehrenamtlicher unterschiedlichen Alters mit eigener Trauererfahrung, persönlicher Eignung und teils psychologischer Ausbildung leitet die im Wechsel stattfindenden Gruppenstunden für Kinder bzw. Jugendliche. Immer gleichzeitig treffen sich auch die Angehörigen: „Ein wichtiger Aspekt ist die parallele Arbeit mit den Angehörigen, die selbst den Verlust zu verkraften haben und die Reaktionen der Kinder häufig nicht verstehen“, erläutert die psychologische Beraterin Margret Henn.

Kindertrauer verstehen

„Oft ist es so, dass junge Menschen, die um einen verstorbenen Angehörigen oder Freund trauern, sich allein gelassen, traurig, unverstanden und schuldig fühlen – auch wenn sie es nicht offen zeigen“, erklärt Henn: Manchmal unterdrücke das Kind seine Wut über sich selbst und die Welt, ziehe sich stattdessen zurück, weil es seinen Eltern nicht zusätzlich zur Last fallen möchte. „Je nach der Beziehung zum Verstorbenen ist das kindliche Bedürfnis nach Sicherheit, Geborgenheit und Zärtlichkeit aber unter Umständen aufs Äußerste bedroht“, warnt sie. Auch wenn der junge Mensch sich den Bezugspersonen gegenüber zurückzieht, kann in der Gruppe das Thema Tod offen angesprochen werden - zusammen mit Gleichaltrigen, die Ähnliches durchmachen.


Interessenten sollten sich gern per Mail an Lacrima.trier@johanniter.de oder telefonisch per Handy-Kontakt über die zentrale Trierer Rufnummer der Johanniter 0651/270900 mit der Lacrima-Leiterin Margret Henn in Verbindung setzen. Mit Betroffenen wird zunächst ein Beratungsgespräch (auf Wunsch auch in heimischer Umgebung) durchgeführt und dann weitere Schritte besprochen.


„Lacrima“-Gruppen der Johanniter haben sich bereits seit fünfzehn Jahren und mittlerweile an rund einem Dutzend Orten deutschlandweit bewährt.

Ihr Ansprechpartner Margret Henn