Konzept

Warum es Lacrima gibt und was wir erreichen wollen

„Lange saßen sie dort und hatten es schwer, doch sie hatten es gemeinsam schwer, und das war ein Trost. Leicht war es trotzdem nicht“  (Astrid Lindgren)

Stellen Sie sich vor: Ein Kind verliert einen Elternteil, einen Bruder oder eine Schwester durch Tod. Mit wem kann dieses Kind sprechen? Mit wem seine Trauer durchleben? Seine Freunde und Klassenkameraden ziehen sich oft lieber zurück, da sie nicht wissen, was sie sagen oder tun sollen. Es ist auch schwierig mit dem überlebenden Elternteil zu sprechen, weil dieser mit seiner eigenen Trauer beschäftigt ist. Wie soll ein Kind mit einem solchen Verlust umgehen?
Trauer braucht Anteilnahme und beruhigende Rituale, die heute allenfalls in christlichen oder verwandten Rahmen bereitgestellt werden. In dieser Lücke entfaltet Lacrima seine wichtige Tätigkeit. Das Zentrum gibt die für Kinder in Trauer so nötige hilfreiche Begleitung.


Die Grundgedanken unserer Arbeit sind:
•    Trauer ist eine natürliche Reaktion und keine Krankheit, kann aber krank machen
•    Jeder Mensch hat die natürliche Fähigkeit, durch die eigene Trauer zu gehen
•    Achtsamkeit und Akzeptanz unterstützen den Trauerprozess
Die Dauer und die Intensität sind bei jedem Menschen unterschiedlich.
Die Arbeit unterscheidet sich von den üblichen Therapie- und Beratungsformen, denn ungewöhnliche Situationen brauchen auch flexiblere und phantasievollere Reaktionen.
Unser Angebot ist für die Betroffenen kostenfrei.
 

Mit dem Trauerzentrum Lacrima wollen die Johanniter

•    trauernde Kinder im geschützten Raum ihren eigenen Trauerweg finden  lassen
•    Kindern gegenseitige Unterstützung gewähren
•    Vertrauen, Nähe und Heimat schaffen
•    betroffene Familien erreichen und in geschützter Atmosphäre beraten
•    Aufklärungsarbeit für Eltern und Bezugspersonen leisten
•    Seminare und Vorträge für soziale Einrichtungen in der Kinder- und Jugendhilfe anbieten
•    ehrenamtliche Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter gewinnen, diese schulen und mit ihnen zum wohl der Kinder arbeiten

•    gesellschaftliche Aufklärungsarbeit leisten