Lacrima in Zeiten von Corona

Birgit Zoglmeier - München, 21. März 2020

Trauer in Zeiten ohne Gruppenstunde

Liebe Eltern, liebe Angehörige,

 

die derzeitige Situation mit Corona stellt Menschen, die mit Kindern zusammen leben, vor große Herausforderungen. Die schulischen Dinge sollen weiterhin am Laufen gehalten werden, die tägliche Arbeit kann - wenn man Glück hat - im Homeoffice durchgeführt werden. Und dabei hat man Kinder an der Seite, die ihre Freunde nicht sehen dürfen, deren Bewegungsdrang eingeschränkt ist, weil sie nicht mehr ihre Sportvereine besuchen können, ja weil sie sich nicht mal mehr auf den Spielplätzen treffen können.

Unsere Lacrima-Kinder sind bei uns, weil sie einen Verlust erfahren mussten, mit dem im Alltag umzugehen sie bei uns lernen. Der Verlust ist immer mit ihnen und bei allen erschreckenden Nachrichten spüren wir als Trauerbegleiter, dass die Kinder mehr darauf reagieren als ihre Altersgenossen ohne Verlust. Einige von ihnen sind von starkem Mitgefühl erfasst, aber auch von Angst und Unsicherheit.

Sie als Eltern und Angehörige müssen jonglieren und jetzt auch noch den Alltag mit den täglich neuen Nachrichten aus Radio und Fernsehen über das Virus bewältigen. Dazu braucht es Kraft und Geduld.

Wenn Sie in der Zeit der Schließung unserer Lacrima-Gruppenstunden Fragen haben oder eine Verunsicherung zur Trauer ihres Kindes auftaucht, sind wir weiterhin telefonisch für Sie da.

 

Bleiben Sie alle gesund und besonnen!

 

 

 

Ihr Ansprechpartner Tobias Rilling

Telefon-Sprechzeiten Mo. u. Do. 12-14 Uhr

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Lacrima - Zentrum für trauernde Kinder
Perlacher Straße 21
81539 München