Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder in Frankfurt (Oder)

Bildnachweis: Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Regionalverband Oderland-Spree (Fotograf: Michael Treptow)

In jeder Beziehung gibt es Interessenkonflikte, es kommt zum Streit. Streit kann in Gewalt ausarten. Gewalt kann viele Formen haben. Häufig beginnt Gewalt nicht mit körperlicher oder sexueller Misshandlung, sondern mit Einschüchterungen, Beschimpfungen, Demütigungen, finanzieller Kontrolle oder sozialer Isolierung. Gewalt hat immer das Ziel, Macht und Kontrolle auszuüben. Sie zerstört das Selbstbewusstsein der Frau und macht sie schließlich handlungsunfähig. Gezielte Hilfs- und Unterstützungsangebote sind wichtig, um derartig schwierige Situationen zu überwinden.

In Frankfurt (Oder) halten die Johanniter im Auftrag und in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ein Beratungs- und Zufluchtsangebot vor, um betroffenen Frauen und ihren Kindern  Schutz und Unterstützung in diesen Krisensituationen zu bieten.

Leistungen der Frauenberatungsstelle I häusliche Gewalt in Frankfurt (Oder):

  • 24-stündige telefonische Erreichbarkeit: Wir vermitteln kompetente und einfühlsame Beraterinnen bzw. Netzwerkpartner. Wir organisieren die Unterbringung in Fluchträumen
  • Zuflucht: In unseren vorrübergehend nutzbaren Wohnmöglichkeiten sind sie sicher vor Misshandlungen, können einen Neustart wagen, oder einfach zur Ruhe zu kommen und Abstand gewinnen. Sie haben Zeit und die nötige Unterstützung, sich Klarheit darüber zu verschaffen, was Sie als nächstes tun möchten.  
  • Hilfe, Beratung und Begleitung: Wir unterstützen Sie bei allen anfallenden Behördenangelegenheiten.
  • Pro-aktive Beratung: Eine Mitarbeiterin nimmt nach einer akuten Notsituation aktiv Kontakt zu Ihnen auf, um Ihnen vorzuschlagen, in einem Erstberatungsgespräch das weitere Vorgehen bzw. Möglichkeiten zu Ihrer Unterstützung zu besprechen.
  • Unterstützung bei der Reintegration: Wir bereiten Sie darauf vor, in das Leben außerhalb der Zufluchtswohnung zurückzukehren. Dies geschieht in einem individuell auf die Möglichkeiten und Ihre Bedürfnisse abgestimmten Verlauf.
  • Empowerment-Ansatz:  Durch den systematischen Aufbau Ihrer Kompetenzen stärken wir Ihre individuelle Selbständigkeit, mit dem Ziel der Entwicklung einer verantwortungsvollen persönlichen und sozialen Unabhängigkeit (Empowerment).
  • Folgeberatung: auch nach Ihrem Auszug aus unseren Fluchtwohnungen, können Sie durch uns weiter betreut und beraten werden
  • Beratung und Vermittlung von Hilfsangeboten: Wir vermitteln und beraten in folgenden Angelegenheiten: Krisenbewältigung, psychosoziale Begleitung, soziale und rechtliche Fragen, Alltagsgestaltung, Kindererziehung/ -betreuung, Freizeitgestaltung, Wohnungssuche, finanzielle Hilfen, Schuldnerberatung, Suchtberatung, FAS-Beratung
  • Gespräche: Wir unterstützen Sie bei der Verarbeitung der Gewalterfahrungen und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen individuelle Perspektivenpläne und einen individuellen Sicherheitsplan für den Notfall.

Anonym und vertraulich:

Sie entscheiden, welche und wie viele Informationen Sie preisgeben möchten. Unsere Beratung ist anonym und vertraulich. Sie können auch einen Spitznamen verwenden. Sie sollen sich bei uns wohlfühlen und offen über Ihre Probleme sprechen können. Unsere Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht.

Ihre Personalien benötigen wir erst, wenn Sie sich dazu entscheiden unser Unterbringungsangebot zu nutzen

WICHTIG: In einer akuten Notsituation / bei akuter Bedrohung wenden Sie sich bitte direkt an die Polizei: Tel. 110!

Ihr Ansprechpartner Frauenberatungsstelle I häusliche Gewalt Frankfurt (Oder)

Leipziger Straße 53/54
15232 Frankfurt (Oder)