Rettungshundestaffel Oberberg

Ein Kind wird vermisst! Auf der gemeinsamen Wanderung war es plötzlich spurlos verschwunden. Nach einer Gasexplosion werden noch immer fünf Menschen in den Trümmern des eingestürzten Wohnhauses vermutet. Bei einem Lawinenunglück wurden drei Skifahrer von den Schneemassen mitgerissen und verschüttet.

Immer wieder erreichen uns solche Nachrichten. Sie machen uns bewusst, wie schnell wir aus der Sicherheit unseres gewohnten Lebens gerissen werden können. In allen diesen Fällen müssen die Betroffenen möglichst schnell gefunden werden. Erschöpfung, Unterkühlung und Sauerstoffmangel können sonst fatale Folgen haben.

Trotz hochmoderner technischer Hilfsmittel ist die Spürnase eines Hundes immer noch unübertroffen bei der Suche nach vermissten Personen. Die Mitglieder unserer Rettungshundestaffeln trainieren regelmäßig mit ihren vierbeinigen Freunden die Trümmer- und Flächensuche. Die Arbeit stellt sowohl an Herrchen/Frauchen als auch an den Hund hohe Ansprüche. Beide müssen ein perfektes Team bilden, um bei ihrer schwierigen und auch oft gefährlichen Arbeit keine Fehler zu machen. Körperliche Fitness und viel Engagement ist ein absolutes Muss.

Such und Hilf! Das ist das Zauberwort, bei dem Hund und Hundeführer gleichermaßen zu Hochform auflaufen. Wenn das freudige Bellen des Hundes einen Fund anzeigt und der Vermisste gerettet werden kann, entschädigt das mit Leichtigkeit für all die investierte Mühe und Zeit.

Die ehrenamtlichen Hundeführer und ihre Tiere werden während vieler Stunden in Theorie und Praxis geschult.

 

Die Ausbildung für die Hundeführer umfasst:

  • Teilnahme am Kurs zum Sanitäts- und Katastrophenschutzhelfer
  • Erste Hilfe am Hund
  • Unterricht in der Kynologie, der Lehre vom Hund
  • Einsatztaktik
  • Orientierung, Umgang mit Karte, Kompass und Funk
  • Organisation eines Einsatzes
  • Unfallverhütung, Sicherheit beim Einsatz
  • Aufbau und Struktur der Johanniter-Unfall-Hilfe
  • Versicherung und Recht
  • zwei Mal in der Woche Training auf dem Hundeplatz oder im Gelände

 

Voraussetzungen bei den Hundeführern:


Sie sollten teamfähig und sportlich sein, außerdem psychisch und körperlich belastbar. Es sollen keine chronischen Erkrankungen sowie die Angst vor engen Räumen, Insekten oder Dunkelheit vorliegen. Bringen Sie Zeit für die Einsätze mit und sprechen ihr Engagement mit Familie und Arbeitgeber ab.

 

Voraussetzungen bei den Hunden:

  • Stockgröße zwischen 30 und 70 Zentimetern
  • gute Prägung und Grunderziehung
  • gute Bindung an den Hundeführer
  • haftpflichtversichert, entwurmt und frei von Parasiten
  • aufmerksam, motiviert und ausdauernd
  • lauffreudig, kletterfreudig
  • aufmerksame Teilnahme an der Umwelt
  • menschenfreundlich, neutral gegenüber anderen Hunden
  • gewöhnt an das Autofahren und den Aufenthalt in Fahrzeugen

 

Zum Abschluss der Ausbildung erfolgt die Prüfung nach der gemeinsamen Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams (Trümmer- und Flächensuche) von Johannitern, Maltesern, ASB, DRK und THW.

Ihr Ansprechpartner Björn Schinkowski

Ohlerhammer 14
51674 Wiehl

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