Musik und Demenz!

Hamburg, 24. Oktober 2019

Zwei Tage voller Musik – Ergotherapeutin Christine Hübner und Anne van Deest bildeten sich auf der Fachtagung „Musik und Demenz“ des Landesmusikrates Hamburg im Albertinenhaus in Hamburg weiter. Die Sozialdienstmitarbeiterinnen nahmen viele Anregungen für die Betreuung nicht nur der demenziell erkrankten Bewohner des Johanniter-Stift Buseck mit.

Auf den Fachvorträgen wurden unterschiedliche Formen musikbasierter Aktivierung vorgestellt. Musizieren bringe nicht nur Lebensfreude und wecke Erinnerungen, sondern aktives Musizieren, insbesondere mit Kraftaufwand, erhöhe die Beweglichkeit, die Konzentration und die Gedächtnisleistung. Ebenso würde eine positive Lebenseinstellung und das Selbstwirksamkeitserleben jedes Einzelnen erhöht – so berichtete Prof. Fritz aus Leipzig, der Fitnessgeräte mit Musiksensoren koppelt, so dass bei jeder kraftvollen Bewegung ein Ton ertönt. Verschiedene Musikrichtungen stehen dabei zur Wahl.

Über individualisierte Playlists, die über Kopfhörer angehört werden, entspannen sich die Senioren nachweislich und zeigen körperliche und verbale Reaktionen, die im Vorfeld eher selten in Erscheinung traten.

Am Folgetag wurde in Workshops das Gehörte aktiv vertieft. Bei der Abschlussveranstaltungen gewann das Johanniter-Stift Buseck bei der Verlosung gar noch ein Fachbuch zum Thema Musik und Demenz.

Das Resumée der Hamburger Fachtagung fiel bei Christine Hübner und Anne van Deest durchweg positiv aus. Beide waren sich einig: Ab jetzt wird noch mehr musiziert, neben den Singkreisen, Konzerten, Sitztanz und Tanzcafé soll das aktive Musizieren mit Musik- und Rhythmusinstrumenten verstärkt angeboten werden. Die entsprechenden Instrumente wurden bereits angeschafft. Also – es darf laut werden im Johanniter-Stift Buseck. 

Foto: Johanniter