12. Februar: Patientenveranstaltung mein neues Leben mit einem Kunstgelenk

Bonn, 05. Februar 2020

Viele Menschen leiden unter Schmerzen in den Gelenken. Meistens sind ältere Menschen von Gelenkschmerzen betroffen, dies gilt aber auch immer öfters für junge Menschen. Die Medizin bietet schon lange die Möglichkeit, defekte Gelenke durch künstliche zu ersetzen. Die Forschung auf diesem Gebiet ist in den letzten Jahren stetig und schnell vorangeschritten und bietet Betroffenen mittlerweile unkomplizierte Lösungen. Vielen Menschen ist das jedoch nicht bewusst. Daher veranstaltet das zertifizierte EndoProthesenZentrum am Bonner Johanniter Waldkrankenhaus regelmäßig Informationsveranstaltungen zu dem Thema künstliche Gelenke.

Die nächste Informationsveranstaltung zum Gelenkersatz findet am Mittwoch 12. Februar um 17.00 Uhr im Insel Hotel Bad Godesberg, Theaterpl. 5-7, 53177 Bonn. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Fortschritte in der Medizin

Im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie gilt die Hüftprothese als die Erfolgsgeschichte beim Gelenkersatz. Rund 200.000 solcher künstlichen Gelenke werden mittlerweile jährlich in Deutschland eingesetzt.  Ein Grund für den Erfolg sind die Fortschritte, die die moderne Spitzenmedizin zu verzeichnen hat. Diese Operationen sind heute für die Patienten sicherer und schonender als früher. So kommen heute standardmäßig viele Prothesen aus Titan und Keramik zum Einsatz. „Die zu erwartenden Ergebnisse sind so gut, dass sich der Hüftgelenkersatz zu einer der häufigsten orthopädischen Operationen entwickelt hat“ sagt Dr. Christian Paul, Chefarzt der Orthopädie & Unfallchirurgie des Bonner Waldkrankenhauses. „Durch den Einsatz hochwertiger Implantate, auch aus deutscher Fertigung, sind materialtechnische Komplikationen extrem selten geworden.“

Der Kniegelenksersatz wird ebenfalls sehr zahlreich durchgeführt, allerdings sind die Ergebnisse in der Statistik nicht so sicher und gut, wie beim Hüftgelenkersatz. Deshalb haben die verantwortlichen Gremien Mindestmengen eingeführt. Nur Kliniken, die diese Mindestmengen erfüllen, haben die Berechtigung von den Kostenträgern diese Operation durchzuführen. „Damit werden die Operationen sicherer und die Patienten zufriedener. Das Endoprothetikzentrum am Waldkrankenhaus erfüllt die Vorgaben ununterbrochen seit vielen Jahren. Zusätzlich unterziehen wir uns freiwilligen jährlichen Kontrollen durch externe Prüfer um die höchsten Qualitätsanforderungen zu gewährleisten.“ bestätigt Dr. Christian Paul, Chefarzt der Orthopädie & Unfallchirurgie des Bonner Waldkrankenhauses.

Auch die Schulterprothetik sich in jüngster Zeit deutlich weiterentwickelt. „Mit immer weiter ausgearbeiteten Prothesen-Modellen erzielt man hier immer bessere Resultate“, erklärt Dr. Christian Paul, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am Bonner Johanniter Waldkrankenhaus. Unabhängig davon, ob das Schultergelenk durch eine schwere Arthrose in Mitleidenschaft gezogen wurde oder durch einen komplizierten Bruch. In beiden Fällen bietet sich eine Operation als Gelenkersatz an. In den meisten Fällen lässt sich so eine gute Funktion und Schmerzfreiheit im Alltag erreichen.

Mobil und sportlich aktiv bleiben

Die Anzahl an Operationen, in denen künstliche Gelenke eingesetzt werden, steigt immer weiter. „Der Grund dafür ist in erster Linie die stetig wachsende Lebenserwartung und der hohe Anspruch der Menschen an die Lebensqualität in Deutschland“, bemerkt Dr. Christian Paul, Chefarzt der Orthopädie & Unfallchirurgie des Bonner Waldkrankenhauses. „Aber auch für junge Menschen mit geschädigten Gelenken sind künstliche Implantate ein wichtiges Thema. So ermöglichen ihnen Implantate, wie zum Beispiel ein künstliches Knie, mobil und sportlich aktiv zu bleiben. Das ist gut für die Gesundheit, die berufliche Entwicklung und erhöht die Lebensqualität der Betroffenen.“ In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Kurt Steuer, dem Teamarzt der deutschen Handballnationalmannschaft und Chefarztkollege von Dr. Paul, hat sich am Waldkrankenhaus die Sportorthopädie zu einem Schwerpunktzentrum entwickelt.