Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie im Johanniter-Krankenhaus ist jetzt Kompetenzzentrum für die Chirurgie des Bauchfells bei Krebserkrankungen

Bonn, 21. November 2018

Die Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie des Johanniter-Krankenhauses unter der Leitung von Prof. Dr. med. Andreas Türler, ist erfolgreich von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) als Kompetenzzentrum die Chirurgie des Peritoneums (Bauchfells) zertifiziert worden.
Der Schwerpunkt liegt hier in der Behandlung von Krebsabsiedelungen in der Bauchhöhle, vor allem von Dickdarmkrebs. Das Johanniter-Krankenhaus ist damit eines von zehn Krankenhäusern in ganz Deutschland, das eine solche Auszeichnung von der DGAV erhalten hat.
„Das Ziel unserer Arbeit ist eine optimale und qualitätsorientierte Behandlung mit modernsten Techniken und nach den aktuellen Erkenntnissen der medizinischen Forschung. Wir setzen uns dafür ein, dass die ambulante und stationäre Behandlung für die Patienten so angenehm und reibungslos wie möglich erfolgt“, sagt Prof. Türler.
Das Johanniter Krankenhaus besitzt seit vielen Jahren durch die enge Kooperation zwischen der onkologischen Abteilung unter der Leitung von Prof. Dr. Y. Ko und der viszeralchirugischen Abteilung unter der Leitung von Prof. Dr. A. Türler eine nationale Expertise bei der Behandlung von Krebserkrankungen der Bauchhöhle und des Bauchfells. Hierbei werden modernste Techniken, wie die HIPEC (hypertherme intraperitoneale Chemotherapie), die PIPAC (pressurized intraperitoneal aerosol Chemotherapy) und die roboterassistierte Minimal-Invasive Chirurgie angewendet, um die Krebserkrankungen der Bauchhöhle erfolgreich zu behandeln. 
Und dieses Bestreben ist jetzt mit einer Zertifizierung durch das DGAV belohnt worden. Mit ihrer Initiative, chirurgischen Abteilungen Zertifikate zu verleihen, möchte die DGAV dazu beitragen, die Qualität in den Kliniken zu verbessert und gleichzeitig transparent zu machen.
Für verschiedene chirurgische Erkrankungen und Prozeduren, wie beispielsweise für bösartige Bauchfellerkrankungen wurden von den zuständigen Arbeitsgemeinschaften nach wissenschaftlichen Vorgaben und klinischer Erfahrung Qualitätsstandards entwickelt. Wenn eine chirurgische Klinik diese Kriterien nachweisen kann, ist davon auszugehen, dass hier Chirurgie auf hohem Niveau betrieben wird. Die Zertifizierung ist an Qualitätssicherungs-Maßnahmen gebunden. Bei der Erstzertifizierung, die eine Gültigkeit von drei Jahren hat, müssen unter anderem die Strukturen der Qualitätssicherung offengelegt werden. Eine Re-Zertifizierung ist nur möglich, wenn valide Daten zur Prozess- beziehungsweise Ergebnisqualität vorgelegt werden können.