Interventionelle Onkologie Bonn

Zu den routinemäßig angewendeten Behandlungsverfahren bei Tumorerkrankungen, wie Chemotherapie und Bestrahlung kommen in speziellen Fällen auch interventionelle Therapieverfahren zur Anwendung. Diese erfolgen in Zusammenarbeit mit der Radiologischen Klinik der Universität Bonn (Prof. Dr. Schild) und der Klinik für Nuklearmedizin der Universität Bonn (Prof. Dr. Biersack), wobei die Patienten zur Therapie stationär im Johanniter-Krankenhaus aufgenommen werden.

Die jeweilige Therapie erfolgt nach Festlegung eines individuellen Behandlungsplans in Absprache mit den beteiligten Onkologen, Radiologen und Nuklearmedizinern in der entsprechenden Abteilung der Universitätsklinik Bonn. Die Verfahren beinhalten neben regionaler Applikation von Chemotherapie in tumorversorgende Gefäße (Chemoperfusion, Chemoembolisation) auch Behandlungsmethoden wie z.B. lokale Tumorzerstörung mittels perkutaner Radiofrequenzablation.

Zudem besteht bei der Behandlung von primären und sekundären Lebertumoren die Möglichkeit der Durchführung einer Selektiven Internen Radio-Therapie (SIRT), die eine vielversprechende Option zur Behandlung von Lebertumoren ist, die mit lokalen Verfahren (OP, Chemotherapie, Laserbehandlung) nicht zu therapieren sind. Durch die perkutanen oder transvaskulären Verfahren werden der Tumor oder seine Metastasen gezielt lokal behandelt. Hierdurch gelingt eine geringe Invasivität, die zu ebenfalls nur geringen systemischen Nebenwirkungen führt und daher auch Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen angeboten werden kann.