Klinik erwirbt Lizenz für die Arbeitstherapeutische Leistungsanalyse

Dortmund, 24. April 2018

Johanniter-Klinik am Rombergpark erwirbt Lizenz für die Arbeitstherapeutische Leistungsanalyse (ALa) nach Wolters & Sohns – Mitarbeiter der Klinik wurden in der Anwendung geschult

 

Seit Januar 2018 ist die Johanniter-Klinik am Rombergpark im Besitz der Markenlizenz für die Arbeitstherapeutische Leistungsanalyse  (ALa) nach Wolters  & Sohns.

Es wurden Mitarbeiter aus den einzelnen Therapieabteilungen sowie die Ärzte im Rahmen einer Inhouseschulung  zur Anwendung der ALa geschult.

Die ALa bietet die Möglichkeit einer objektivierten Beurteilung der funktionellen arbeitsbezogenen Leistungsfähigkeit, und ist auch bei den Kostenträgern Deutsche Rentenversicherung (DRV), Berufsgenossenschaften (BG) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)  als standardisiertes Verfahren anerkannt.

Zunächst wird im Rahmen eines Interviews das individuelle Tätigkeitsprofil der Patienten erhoben. Hierbei  werden die Arbeitsanforderungen der aktuellen/letzten Tätigkeit des Patienten unter der Berücksichtigung zeitlicher und körperlicher Inanspruchnahme  im Detail erarbeitet.

Darauf aufbauend werden zu Beginn der Rehabilitation Eingangsfähigkeitsprofile, sowie zum Ende der Rehabilitation Abschlussfähigkeitsprofile in Form von Leistungstests durchgeführt, die das Ausmaß und die Größe der tätigkeitsbezogenen Problemlage aufzeigen sollen. Hierfür können verschiedene Assessments eingesetzt werden. Unter anderem steht den Therapeuten und Patienten der Johanniter-Klinik am Rombergpark der WorkPark nach Wolters  & Sohns als arbeitstherapeutisches Medium zur Verfügung, das insbesondere zum Arbeitssimulationstraining dient.

Die Ergebnisse der ALa unterstützen letztlich die Ärzte bei der abschließenden Gesamtbeurteilung der Leistungsfähigkeit, und implementieren sowohl die individuellen Arbeitsplatzanforderungen als auch detailgenaue Ergebnisse der funktionellen Leistungsfähigkeit.

In einer eintägigen interdisziplinären Auftaktveranstaltung wurde  allen Therapeuten das FCE-Verfahren erläutert und das Erstellen der Tätigkeits-, Eingangsfähigkeits- und Abschlussfähigkeitsprofile  theoretisch vorgestellt. Im Anschluss erhielten die Ärzte eine Kurzeinführung in das ALa-Verfahren.

An den beiden folgenden Seminartagen lag der Fokus der Veranstaltung in der praktischen Anwendung des bereits Gelernten.  An diesen beiden Tagen lernten die Ergotherapeuten das selbständige Erstellen von Tätigkeits-, Eingangs- und Abschlussfähigkeitsprofilen und erprobten dies u.a. direkt an Patienten, die sich als Testpersonen zur Verfügung stellten.

Geplant ist perspektivisch, dass die Ergotherapeuten nach mindestens 6 monatiger praktischer Anwendung des Verfahrens noch eine Prüfung im Bildungsinstitut Wolters & Sohns ablegen, um dann als ALa-Therapeut zertifiziert zu sein.