„Darmkrebs - erkennen und behandeln“

Geesthacht, 25. Februar 2009

Das neugegründete Darmzentrum lädt zum Patientenforum ein. Spezialisten aus Geesthacht, Lüneburg und Boizenburg kooperieren.

Der Krebs ist schon lange da, wenn man die ersten Symptome bemerkt. Das macht den Darmkrebs so tückisch. Auch wer sich gesund ernährt und zudem eine familiäre Häufung dieser Tumorerkrankung ausschließen kann, sollte auf eine rechtzeitige Vorsorgeuntersuchung nicht verzichten. Darmkrebs ist in Deutschland mittlerweile bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung. Über 60.000 Neuerkrankungen werden in Deutschland jährlich registriert. Die Konfrontation mit der gesicherten Diagnose Darmkrebs ist für Betroffene ein Schicksalsschlag. Rund 30.000 Menschen sterben jedes Jahr daran. Damit nimmt Deutschland im internationalen Vergleich einen traurigen „Spitzenplatz“ ein. Doch gibt es mittlerweile Grund zum Optimismus. Die geschätzten Erkrankungsraten sind zwar in den letzten Jahren unverändert hoch geblieben. Dennoch nimmt die Sterberate bei bösartigen Darmtumoren ab. „Dies dürfte im Wesentlichen mit zwei Faktoren zusammenhängen“, erläutert der Chirurg und Ärztliche Direktor des Johanniter-Krankenhauses Geesthacht Dr. Frank Templin. “Zum einen zeigen die verstärkten Aufklärungsmaßnamen Wirkung. Heute weiß jeder, dass Vorsorgeuntersuchung und Früherkennung wichtig sind. So kann der Krebs häufig an der Entstehung gehindert, zumindest aber frühzeitig bekämpft werden. Zum anderen verbessert sich das Therapieangebot ständig. Optimale Therapie – das bedeutet die Zusammenarbeit von Fachärzten verschiedener Disziplinen, um für den Patienten die beste Behandlungsstrategie festzulegen und umzusetzen. Aus diesem Grund haben wir mit Partnern aus Boizenburg und Lüneburg ein Darmzentrum gegründet.“ Der Zusammenschluss umfasst neben dem Johanniter-Krankenhaus und der in den Räumen der Klinik befindlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Melita Mucha und Partner das Integrative Gesundheitszentrum Boizenburg sowie die Praxis für Pathologie und die Abteilung für Strahlentherapie des Klinikums Lüneburg. Eine maximale Heilungschance ist das Ziel: Chirurgen, Gastroenterologen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Pathologen legen deshalb in einer Tumorkonferenz für jeden Patienten die individuell bestmögliche Behandlung fest. Das Zentrum stellt sich jetzt im Rahmen eines Patientenforums vor. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 25. Februar 2009, im Vortragssaal des Johanniter-Krankenhauses statt. Beginn ist um 18:00 Uhr. Wie Darmkrebs erkannt wird und wie wichtig die Darmspiegelung zur Vorsorge ist, erläutern die Referenten des Darmzentrums. Weitere Themen sind die chirurgische Entfernung des Tumors sowie eine anschließende Strahlen- und Chemotherapie. 

Das Gründungsteam des Darmzentrums Geesthacht (v.l.) , Kati Günther-Tritsch (Gemeinschaftspraxis Am Runden Berge Geesthacht), Priv. Doz. Dr. Stefan Dinges (Strahlentherapie Klinikum Lüneburg), Dr. Ekkehard Schnieber (Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin Geesthacht), Dr. Sven Fastenrath und Dr. Melita Mucha (Gemeinschaftspraxis Am Runden Berge Geesthacht), Dr. Axel Doer (Chefarzt der Chirurgie, Integratives Gesundheitszentrum Boizenburg), Dr. Frank Templin (Ärztlicher Direktor, Johanniter-Krankenhaus Geesthacht) und Dr. Anja Peters (Chefärztin der Praxis für Pathologie am Städtischen Klinikum Lüneburg).