Die Milch macht’s - Stillen im Trend - Stillambulanz im Johanniter-Krankenhaus Geesthacht voller Erfolg

Geesthacht, 01. Februar 2006

Stillen – natürlicher, einfacher und liebevoller kann man sein Baby nicht ernähren. Trotzdem gibt es immer wieder Fragen und Probleme rund um eine der (scheinbar) natürlichsten Sachen der Welt. Über 90% der Mütter verlassen das Krankenhaus stillend. „Die Erfahrung zeigt, dass Schwierigkeiten beim Stillen erst nach dem Krankenhausaufenthalt auftreten und viele Mütter ungewollt frühzeitig abstillen. Etwa die Hälfte der stillenden Mütter leiden vorübergehend unter kleinen und größeren Stillproblemen wie zuviel oder zuwenig Milch, Trink- und Saugproblemen des Kindes, wunden Brustwarzen und Anlegeproblemen, um nur einige Schwierigkeiten zu nennen“, so Chefarzt der Frauenklinik und des Brustzentrums Herzogtum Lauenburg, Dr. Klaus von Oertzen.

Das Ziel der Stillambulanz des Johanniter-Krankenhauses in Geesthacht ist es, alle Mütter, die stillen möchten im Hinblick auf die einzigartige Situation ihres Kindes und unter Berücksichtigung ihrer individuellen Bedürfnisse zu betreuen. Petra Krüger und Anke Bosse, beide Kinderkrankenschwestern und ausgebildete Still- und Laktationsberaterinnen, stehen Müttern zu allen Fragen rund um das Stillen zur Verfügung und helfen in schwierigen Situationen. Aktiv unterstützt werden sie dabei von Dr. Klaus von Oertzen: “Stillen ist ein Lernprozess für Mutter und Kind. Wichtig ist es, bei auftretenden Problemen rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Die Resonanz auf das Angebot der Stillambulanz seit deren Gründung im Mai 2005 ist ausgesprochen positiv. Überrascht hat uns das teilweise sogar überregionale Interesse.“ Jede Frau kann diese Nachbetreuung während der Stillzeit kostenlos in Anspruch nehmen, egal in welchem Krankenhaus das Baby geboren worden ist. Die Sprechzeiten sind Mittwoch und Freitag von 10-12 Uhr. Eine telefonische Anmeldung ist empfehlenswert, aber nicht unbedingt nötig (04152 / 179 314). In dringenden Fällen sollten sich betroffene Frauen mit der Wochenstation der Klinik in Verbindung setzen.