Locker aus Hüfte - Wege zu neuer Mobilität

Geesthacht, 25. März 2009

Erst mit dem aufrechten Gang hat der Mensch die Welt erobert. Wie alles hat aber auch diese Art der Fortbewegung nicht nur Vorteile. In der zweiten Lebenshälfte lernen viele einen gravierenden Nachteil kennen. Die Hüfte macht sich aufgrund der starken Belastung bemerkbar. Der aufrechte Gang stellt andere Anforderungen an das Gelenk als die Fortbewegung auf vier Beinen. Dies kann zu vorzeitigem Verschleiß, der Hüftarthrose führen. Verletzungen oder Fehlstellung der Gelenke beschleunigen diesen Prozess. Mit dem Abnutzen der weißlichen Knorpelschicht scheuert der Oberschenkelknochen mit seinem Gelenkkopf zunehmend an dem Gegenstück, der aus den Beckenknochen gebildeten Gelenkpfanne. Für den an Hüftarthrose erkrankten Patienten hat dies schmerzhafte Bewegungseinschränkungen und damit einen erheblichen Verlust an Lebensqualität zur Folge. Dies muss jedoch kein Dauerzustand bleiben. In den letzten Jahren haben sich neue Operationsverfahren entwickelt und gängige Verfahren weiter etabliert. Es stehen ausgereifte Gelenkprothesen zur Verfügung. Auch der knochensparende Oberflächenersatz kann im Einzelfall schon für ein beschwerdefreies Leben sorgen. Im Rahmen eines Patientenforums wird der Oberarzt der chirurgischen Abteilung und Leiter der orthopädischen Sektion im Johanniter-Krankenhaus Geesthacht, Bernd Kolbow, über Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten beim Hüftgelenksverschleiß berichten. „Gerade beim Hüftgelenk ist die Routine eine wichtige Voraussetzung für den Operationserfolg. Deshalb haben wir uns besonders auf die Behandlung der Hüftarthrose bei lebensälteren Patientinnen und Patienten spezialisiert. Dies gilt auch für unsere Physiotherapeuten, die für die Mobilisation nach der Operation sorgen. Gerade für ältere Menschen ist dieses ortsnahe Versorgungsangebot ein ganz entscheidender Faktor. Freunde und Angehörige schauen wegen der geringen Entfernung schnell mal zum Besuch vorbei. Auch können über den stationären Aufenthalt hinaus die Leistungen der Physiotherapie zu Rehabilitationszwecken genutzt werden“, sagt Kolbow.

 

Das Patientenforum „Hüftarthrose“ findet Mittwoch, den 25. März 2009 um 19.00 Uhr im Vortragssaal des Johanniter-Krankenhauses Geesthacht statt.

Bernd Kolbow, ärztlicher Leiter der orthopädischen Sektion, und Gabriela Spilker, Leitende Röntgenassistentin, führen nach komplikationslos verlaufenem Einsatz einer Hüftprothese noch die abschließende Röntgenkontrolle durch: Das neue Gelenk sitzt perfekt.