Optimale Heilungschance bei Brustkrebs - 3 Jahre Brustzentrum Herzogtum Lauenburg

Geesthacht, 07. Februar 2007

„Eine Frau mit der Diagnose »Brustkrebs« muss weder aufgrund einer solchen Erkrankung sterben noch Beeinträchtigungen in der Lebensqualität und der Lebenserwartung hinnehmen. Allerdings hängt alles von einer frühzeitigen Diagnose und einer optimalen Behandlung ab. Deshalb haben wir zusammen mit zwei weiteren Kliniken das Brustzentrum Herzogtum Lauenburg (BzHzgtL) gegründet“, fasst Dr. Klaus von Oertzen, Chefarzt der Frauenklinik im Johanniter-Krankenhaus Geesthacht und Sprecher des BzHzgtL, die Vision und Zielsetzung des Brustzentrums Herzogtum Lauenburg anlässlich der Jubiläumsveranstaltung Ende Dezember 2006 zusammen.

Vor drei Jahren haben sich das Johanniter Krankenhaus, das DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg und das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift als gleichberechtigte Partner zusammengeschlossen. Ende 2004 ist die Röpersbergklinik in Ratzeburg als anerkannte Fachklinik für onkologische Rehabilitation dem Brustzentrum beigetreten. Jüngstes Mitglied ist die Klinik Lehmrade, die sich insbesondere der psychoonkologischen Betreuung und Rehabilitation von Patientinnen nach einer Brustkrebsoperation annimmt. Insgesamt umfasst das BzHzgtL nunmehr ein Netzwerk von 24 Kooperationspartnern. Die Arbeit des Brustzentrums wird dabei durch die K & N Gesellschaft für Informationsmanagement und Forschung im Gesundheitswesen wissenschaftlich begleitet.

Das BzHzgtL gehört zu den acht Brustzentren in Schleswig-Holstein, denen eine Genehmigung zur Teilnahme am Disease Management Programm (DMP) Brustkrebs erteilt worden ist. Hierbei geht es darum, die Patientin während des gesamten qualitätsgesicherten Behandlungsprozesses zu begleiten und in die Entscheidung für die notwendigen Diagnose- und Therapieschritte mit einzubinden. Dies erfordert insbesondere eine enge Zusammenarbeit aller an der Behandlung Beteiligten.

Gerade vor diesem Hintergrund blickt das BzHzgtL - so Dr. von Oertzen - auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit in den letzten drei Jahren zurück. So hat sich beispielsweise die Einführung einer gemeinsamen interdisziplinären Tumorkonferenz bewährt. In dieser Konferenz wird die individuelle Behandlung von Patientinnen mit Brustkrebs vor und nach der operativen Therapie besprochen. Hierbei wirken neben den Operateuren, Radiodiagnostiker, Onkologen, Strahlentherapeuten und Pathologen mit.

Als besonders erfolgreich hat sich auch die Einbindung der Selbsthilfegruppen in den Behandlungsprozess erwiesen. Die Mitglieder der Selbsthilfegruppen halten dabei in den Krankenhäusern einmal wöchentlich eine Sprechstunde ab und tragen damit zu der anspruchsvollen Patientenorientierung im Brustzentrum Herzogtum Launeburg bei.

Am 7. Februar 2007 findet eine Informationsveranstaltung des BzHzgtL im Johanniter-Krankenhaus Geesthacht statt, zu der nicht nur Patientinnen herzlich eingeladen sind. Hierbei wird sowohl umfassend über die Behandlungsmöglichkeiten bei Brustkrebs als auch über die Ergebnisse einer Zufriedenheitsbefragung im BzHzgtL informiert.

Weitere Informationen zum BzHzgtL finden sich unter www.brustzentrum-herzogtum-lauenburg.de.