Patientenforum Herzkrankheiten

Geesthacht, 08. April 2010

Fast jeder zweite Todesfall in Deutschland geht auf eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems zurück. Deshalb liegt hier ein Schwerpunkt der medizinischen Forschung. Für Diagnose und Therapie sind in den letzten Jahren neue Methoden entwickelt worden. Wichtig ist und bleibt dabei eine schnelle Versorgung. Denn Zeit rettet hier Leben. Sind Herzgefäße durch Verengung nicht mehr funktionsfähig, muss das Problem sofort behoben werden, um ein Absterben des umliegenden, jetzt unterversorgten Herzmuskels zu verhindern.

Eine umfassende Behandlungsmöglichkeit in der Region ist daher lebensrettend. Mit Herzkatheter, Ballonkatheter und einem Stent als Gefäßstütze können Durchblutungsstörungen des Herzmuskels einschließlich Herzschmerzen (Angina pectoris) beseitigt werden. Prof. Dr. Wolfram Kupper, Leiter des Herzkatheterlabors im Johanniter-Krankenhaus Geesthacht stellt Samstag, den 17. April 2010, von 10 bis 12 Uhr anlässlich eines Patientenforums die Möglichkeiten zur Diagnose und Behandlung von Herzkrankheiten mit dem Herzkathetermessplatz vor. Prof. Dr. Kupper: „ Bei dem Messplatz handelt es sich um eine Röntgenanlage auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklung zur Untersuchung des Herzens und der Herzkranzgefäße. Unter Röntgenkontrolle kann etwa eine Herzkatheteruntersuchung erfolgen und bei Herzgefäßverengungen ein Stent als Gefäßstütze eingesetzt werden.“

Weiter ermöglicht das Gerät auch die sichere Implantation eines Herzschrittmachers. Wann ein Schrittmacher wirksame Hilfe verspricht, wird Dr. Per Martius, Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin und Leiter der internistischen Intensivstation, beim Patientenforum erklären.

Die Geesthachter Klinik setzt weiterhin auf eine Kooperation mit der Universitätsklinik Eppendorf. Prof. Dr. Dr. Hermann Reichenspurner, Chef der Herzchirurgie in der Universitätsklinik und Leiter des Universitären Herzzentrums Hamburg, referiert über schonende Operationsverfahren in der Herzchirurgie. Hierzu Prof. Kupper: „Prof. Reichenspurner ist eine ausgewiesene Koryphäe auf dem Gebiet der Herzchirurgie. Umso mehr freuen wir uns über seine Zusage für dieses Patientenforum“.

Moderiert wird die Veranstaltung von Vera Cordes, bekannt aus dem Gesundheitsmagazin „Visite“ des NDR.