Geschäftsführer Carsten Schwaab zur Bertelsmann-Studie

Geesthacht, 16. Juli 2019

Von 1.600 Krankenhäusern 1.000 einfach zu schließen, bedeutet eine Zerstörung der medizinischen Infrastruktur. Die gesetzliche Aufgabe ist es, eine flächendeckende stationäre und ambulante medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Das gilt gerade auch in ländlicheren Regionen, wenn der Zustrom in die Ballungszentren gestoppt werden soll. Gerade die medizinische Grundversorgung und die Behandlung im Notfall muss wohnortnah sichergestellt werden.  
Hier muss die Politik ansetzen, um dafür die erforderlichen Rahmendbedingungen zu schaffen. Die Qualität in der medizinischen Leistungserbringung hat nichts mit der Größe des Krankenhauses oder der Anzahl der vorgehaltenen Betten zu tun. Selbstverständlich gibt  es spezialisierte Leistungen, bei denen es besser ist, diese in spezialisierten Zentren zu erbringen. Dieses gilt heute bereits und führt dazu, dass bestimmt Leistungen nur erbracht werden dürfen, wenn davon eine definierte Anzahl erreicht wird oder speziell qualifiziertes Personal vorgehalten wird.
Wir sehen unsere Aufgabe in Geesthacht darin, die medizinische Versorgung gerade in der Notfallmedizin für die Bevölkerung vor Ort sicherzustellen. Hochspezialisierte Leistungen wie z.B. im Bereich der Herzchirurgie werden heute bereits in spezialisierten Kliniken erbracht. Notwendig ist es, die technische Entwicklung und Digitalisierung weiter voranzutreiben und dafür gesetzliche Rahmenbedingen zu schaffen, um die Telemedizin voranzutreiben und endlich die sektorenübergreifende Versorgung sicherzustellen. Hier sind benachbarte Länder deutlich weiter.
Dieses gilt auch für Geesthacht. Hier ist den letzten Jahren viel investiert worden. Mit der Ende letzten Jahres neuen fertiggestellten Notaufnahme sowie der Intensivstation sind wir sowohl räumlich und auch medizingerätetechnisch sehr gut aufgestellt, um die Bevölkerung vor Ort 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr schnell und auf einem hohen Qualitätsniveau zu versorgen.