Brustzentrum Herzogtum Lauenburg setzt auf Patientenbewertungen - mit guten Ergebnissen

Geesthacht, 22. August 2010

Im Brustzentrum Herzogtum Lauenburg (BzHzgtL) stehen für eine Operation drei Standorte - Johanniter-Krankenhaus Geesthacht, DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg und Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift – zur Wahl. Das aktuell aus 25 Kooperationspartnern bestehende Netzwerk gewährleistet nicht nur eine hohe medizinische Qualität. Es stellt sich auch der Beurteilung durch die Brustkrebspatientinnen. Diese Qualitätsbeurteilung erfolgt zu vier Zeitpunkten: bei Entlassung sowie sechs Monate, 1 Jahr und 3 Jahre nach Entlassung.

 

„Die aktuellen Jahresauswertungen der Patientinnenbefragung belegen erneut eindrucksvoll die im Brustzentrum gelebte Patientenorientierung. Die Patientinnen stellen dem Zentrum ganz überwiegend gute bis sehr gute Noten aus. Bei Rücklaufraten von bis zu 80 Prozent dürfen diese Ergebnisse eindeutig als repräsentativ eingestuft werden.“ lautet das Fazit von Dr. F.-Michael Niemann, Geschäftsführer der K & N Gesellschaft für Informationsmanagement und Forschung im Gesundheitswesen mbH, die das Zentrum wissenschaftlich begleitet und für das Netzwerkmanagement verantwortlich ist. Die umfassenden Ergebnisse sind der Homepage des BzHzgtL (www.bzhzgtl.de) zu entnehmen. Hier die wichtigsten Zahlen:

 

Ist ein Tumor festgestellt, wird im Brustzentrum keine wertvolle Zeit verloren. 80% der Patientinnen erhalten einen Termin zur Brustsprechstunde schon innerhalb der nächsten vier Tage. Insgesamt 93 Prozent der Patientinnen haben in weniger als zehnTagen einen Termin bei einem Brustspezialisten des BzHzgtL. Nach dem Eingriff berichten 84 Prozent der Patientinnen von einer komplikationslos verlaufenen Operation. Mit dem kosmetischen Ergebnis der OP „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“ sind sechs Monate nach Entlassung 91 Prozent der Patientinnen.

 

Die Studie zeigt auch das Verantwortungsbewusstsein der betroffenen Frauen auf: Ein halbes Jahr nach der Operation nehmen 92 Prozent regelmäßig an Nachsorgeuntersuchungen teil; nach einem Jahr sind es noch ebenso viele. 85 Prozent dieser Patientinnen sind mit dem mit der Nachsorge beauftragten niedergelassenen Arzt „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“.

 

Dr. Klaus von Oertzen, Chefarzt der Frauenklinik des Johanniter Krankenhauses Geestacht und Sprecher des Brustzentrums: „Das Ergebnis der Befragungen freut alle am Zentrum beteiligten Kliniken und Kooperationspartner sehr. Es ist aber auch zugleich die Grundlage für weitere Verbesserungen am Gesamtkonzept.“

 

Die Zahl an Neuerkrankungen bei Brustkrebs steigt seit 1980 weiter an. Seit Mitte der 90er Jahre nimmt die Sterblichkeit hingegen leicht ab. Die Hintergründe erklärt Dr. von Oertzen: „Durch die stetig verbesserte Diagnosetechnik werden einfach mehr Brustkrebserkrankungen erkannt. Ich hoffe, es wird in den kommenden Jahren noch deutlicher, dass die mit dem Mammographie-Screening verbundene Früherkennung zu entsprechend erhöhten Heilungserfolgen insbesondere auch dann führt, wenn wie im unserem Brustzentrum eine gelebte patientenorientierte Behandlung und Betreuung erfolgt.“