Gefäß-Aktionstag im Johanniter-Krankenhaus Geesthacht am Samstag, 3.10.2015, 10 bis 13 Uhr

Geesthacht, 09. September 2015

Der 11. bundesweite Gefäßtag steht unter dem Motto: Der Mensch ist so jung wie seine Gefäße. "Damit wird das biologische Lebensalter angesprochen, dass ganz maßgeblich vom Zustand der Arterien und Venen - also der Gefäße - bestimmt wird. Denn bei den Todesursachen in Deutschland stehen Krankheiten des Kreislaufsystems unangefochten auf Platz 1 der Statistik", sagt Stephanie Dick, Oberärztin der Gefäßchirurgie im Johanniter-Krankenhaus Geesthacht. Die Klinik beteiligt sich auch am diesjährigen Gefäßtag mit einer Aktion. Am Samstag, dem 3. Oktober 2015, können sich Patientinnen und Patienten über die Themen Arterienverkalkung und periphere Verschlusskrankheit (pAVK) informieren. "Die Veranstaltung richtet sich an Menschen, bei denen die genannten Erkrankungen bereits bestehen. Wie weit die Arterienverkalkung vorangeschritten ist, ermitteln wir mit einem Ultraschall an der Halsschlagader. Bei Bestehen einer pAVK bieten wir die Ruheverschlußdruckmessung an", so Oberärztin Dick. Wer unter Arterienverkalkung oder pAVK leidet, kann sich zwischen 10 und 13 Uhr untersuchen lassen. Das Team kann jedoch nur eine begrenzte Zahl von Untersuchungen durchführen. Die dafür erforderliche Anmeldung erfolgt vor Ort bis die zur Verfügung stehende Untersuchungskapazität erschöpft ist.

 

Bei der pAVK treten beim Gehen Schmerzen in den Beinen auf. Aufgrund einer Verengung der Arterien gelangt zu wenig Blut in die Beine. Betroffene bleiben dann stehen, bis die Schmerzen nachlassen. Da häufig Schaufensterauslagen als willkommener "Anlass" zum Stehenbleiben genommen werden, wird auch von der Schaufensterkrankheit gesprochen. Meistens sind Raucher betroffen. Auch hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck sowie ein Diabetes mellitus begünstigen aber arterielle Durchblutungsstörungen.

 

Wie weit die Arterienverkalkung insgesamt fortgeschritten ist, wird mittels Ultraschallgerät bestimmt. Damit kann die Wanddicke der Halsschlagader ausgemessen werden. Ablagerungen an dieser Gefäßwand lassen Rückschlüsse auf den Gesamtzustand des Gefäßsystems und damit auch auf ein mögliches Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko zu.

 

Stephanie Dick, Gefäßchirurg Dr. Hans-Christian Winther und der Angiologe Dr. Thomas Gätke, MVZ Bergedorfer Straße, stehen außerdem für Gespräche zur Verfügung. Vor allem die Prävention steht im Mittelpunkt des Gefäßtages. Information, Aufklärung und Beratung sind wichtig. In vielen Fällen können größere Operationen vermieden werden, wenn frühzeitig eine Behandlung eingeleitet wird.