Herzwoche 2018: Unregelmäßiger Herzschlag: Vorhofflimmern erkennen und erfolgreich behandeln, Patientenforen in Geesthacht, Schwarzenbek, Lauenburg und Marschacht

Geesthacht, 07. November 2018

Unregelmäßiger Herzschlag: Vorhofflimmern erkennen und erfolgreich behandeln

Wer den Herzschlag bis zum Hals spürt, ein Druckgefühl im Brustkorb hat oder unter ungewohnter Luftnot bei leichten Tätigkeiten wie Treppensteigen leidet, der ist gewarnt. Er sollte umgehend den Arzt aufsuchen. Die genannten Symptome sprechen für ein sogenanntes Vorhofflimmern, das häufig mit innerer Unruhe, Angst, einer Neigung zu schwitzen und einem „Herzrasen“ verbunden ist. Die chaotische Herzschlagfolge kann aber auch mit einer normalen Herzfrequenz von 60-100 Schlägen pro Minute einhergehen, sodass die Ursache für die Beschwerden für den Laien im Verborgenen bleibt und unbemerkt lebensbedrohliche Blutgerinnsel entstehen können. „Herz außer Takt – Vorhofflimmern und Gerinnungshemmung“ lautet deshalb das Motto der diesjährigen Herzwochen im November. In Deutschland wird die Zahl der Patienten mit Vorhofflimmern auf mehrere Millionen geschätzt.

Wer wissen will, wie man sich vor Vorhofflimmern schützt und wie man Vorhofflimmern nach neuestem medizinischem Standard korrekt behandelt, sollte eine der Veranstaltungen im Rahmen der bundesweiten Herzwochen nutzen. Das Johanniter-Krankenhaus Geesthacht beteiligt sich mit vier Patientenforen. Der Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin, der Kardiologe Prof. Dr. Ralf Köster, stellt die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten vor: "Vorhofflimmern ist vor allem deshalb gefährlich, weil das unkontrollierte, hochfrequente Schlagen des Herzens zu Blutgerinnseln und diese zu einem Schlaganfall führen können. Über 35.000 Schlaganfälle pro Jahr verursacht das Vorhofflimmern hierzulande. Vorhofflimmern kann überdies unbehandelt zur Herzschwäche führen, einer potenziell tödlich verlaufenden Erkrankung“. Glücklicherweise kann Vorhofflimmern heute, rechtzeitig erkannt, in vielen Fällen erfolgreich behandelt werden. „Vorhofflimmern wird durch elektrische Störimpulse aus dem Herzmuskel oder den Lungenvenen, die in den linken Vorhof des Herzens führen, ausgelöst. Hier können mittels einer Katheterbehandlung durch Verödung elektrische Barrieren zwischen den Lungenvenen und dem Vorhof geschaffen werden. Häufig gibt es aber auch Medikamente, die das Vorhofflimmern schon wirksam unterbinden können“, so Prof. Köster weiter.

Alle Fragen zum Thema beantwortet Prof. Köster am 26.11. in Geesthacht im Vortragssaal des Johanniter-Krankenhauses, am 27.11. in Schwarzenbek im Hotel Schröder, am 28.11.2018 in Marschacht im Marschachter Hof und am 29.11. in Lauenburg in der Lauenburger Mühle. Veranstaltungsbeginn ist jeweils 15 Uhr, der Eintritt ist frei.