Kariesvorsorge vor der Geburt macht´s möglich: ein kariesfreies Leben

Sylvia Ziesmann-Busche - Geesthacht, 23. Mai 2012

Kariesvorsorge vor der Geburt macht´s möglich: ein kariesfreies Leben

Bereits die Milchzähne eines Babys können Karies haben und die Ansteckung der nachfolgenden Zähne des bleibenden Gebisses die Folge sein. Dabei wird Karies nicht vererbt. Alle Kinder haben zunächst naturgesunde Zähne. Ob es dabei bleibt, hängt entscheidend von einer Kariesvorsorge der Eltern schon während der Schwangerschaft ab. Mutter und Vater können die Bakterien, die den Zahnschmelz zerstören, leicht unbeabsichtigt auf ihr Baby übertragen. Die Bakterien gelangen durch den Speichel der Eltern zum Kind. Schon ein "Sauberlecken" des Schnullers oder ein Vorkosten mit dem Löffel kann die Ursache für eine Infektion mit den Kariesbakterien sein.

 

Welche Vorsorgemaßnahmen sinnvoll sind, wird die Zahnärztin mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Kinder- und Jugendheilkunde Dr. med. dent. Christina von Schroeter am 30. Mai 2012 im Johanniter-Krankenhaus Geesthacht erläutern. Chefarzt der Frauenklinik Dr. Klaus von Oertzen: "Die Informationsveranstaltung liegt mir sehr am Herzen. Die Frauenklinik ist genau der richtige Ort für dieses Thema. Hier können wir die werdenden Eltern ansprechen, die allein die Voraussetzungen für bleibende Zahngesundheit schaffen können. Denn wenn die Kleinkinder mit einem ersten Defekt beim Zahnarzt sind, ist es mit dem Traum von einem kariesfreien Leben schon vorbei." Vortragsbeginn ist 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Dr. von Schroeter wird sich auch zu der Frage äußern, wie der Zahnschmelz bestmöglichen Schutz erhält. Sie wird dabei Empfehlungen geben, wie hoch die Flouridkonzentration der Zahnpasta bei Durchbruch des ersten Milchzahns sein sollte und welche Konzentration im Kindergarten- sowie Vorschulalter sinnvoll ist.