Mobile Aufklärungskampagne zur Vorbeugung eines Schlaganfalls - Der signalrote Schlaganfall-Infobus macht Station in Geesthacht

Geesthacht, 16. April 2014

Mobile Aufklärungskampagne zur Vorbeugung eines Schlaganfalls

Der signalrote Schlaganfall-Infobus macht Station in Geesthacht

 

Der signalrote Doppeldeckerbus ist schon in vielen Innenstädten Deutschlands ein Publikumsmagnet gewesen. Am 30. April 2014 macht der Schlaganfall-Infobus in der Zeit von 10 bis 15 Uhr vor dem Rathaus der Stadt Geesthacht Station. Es werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Johanniter-Krankenhauses und des Medizinischen Versorgungszentrums Bergedorfer Straße eine kostenlose Blutzucker- und Blutdruckmessung, eine EKG-Ableitung sowie eine Ausmessung der Halsschlagader mittels Ultraschall und Diätberatung angeboten. Die von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Boehringer Ingelheim und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft initiierte Aufklärungskampagne „Herzenssache Schlaganfall“ hat das Ziel, bundesweit darüber zu informieren, wie man einem Schlaganfall wirksam vorbeugen kann und im Notfall handeln sollte. In Geesthacht wird die Initiative von im Johanniter-Krankenhaus tätigen Internisten und Neurologen und dem Gefäßspezialisten Dr. Thomas Gätke aus dem MVZ Bergedorfer Straße unterstützt. "Das Motto der Veranstaltung stellt zu Recht eine Verbindung zwischen Schlaganfall und Herzerkrankung her. Auch wenn ein Schlaganfall ganz überwiegend im Gehirn stattfindet und deshalb auch als Hirninfarkt bezeichnet wird, ist seine Ursache doch häufig in einem Vorhofflimmern, einer häufig zu spät diagnostizierte Herzrhythmusstörung, zu finden und damit tatsächlich eine ‚Herzenssache’. Ein Vorhofflimmern erhöht das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um das bis zu 5-fache. Nur wer sein Risiko kennt, kann auch gezielt vorbeugen", sagt der Kardiologe Prof. Dr. Ralf Köster, Chefarzt der internistischen Abteilung der Klinik.

 

Das Vorhofflimmern ist die am häufigsten auftretende Herzrhythmusstörung. In vielen Fällen sind sich die Betroffenen nicht bewusst, dass bei ihnen eine solche Herzerkrankung vorliegt. "Die Symptome sind häufig unspezifisch. Man fühlt sich schlapp, ist müde und leidet etwa unter Schlafstörungen. Das kann natürlich viele Ursachen haben. Ein deutliches Indiz stellen allein ein ‚Herzklopfen’ oder ein ‚Herzrasen’ dar", so Köster. Von einem Vorhofflimmern spricht man, wenn die Herzvorhöfe vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr im gleichen Rhythmus wie die Herzkammern schlagen, sondern eben nur noch arrhythmisch mit einer hohen Frequenz von 350 bis 600 pro Bewegungen pro Minute ‚flimmern’. Damit wird der Blutfluss durch das Herz gestört. Blut kann sich in den Vorhöfen stauen, verklumpen und schließlich Gerinnsel bilden. Problematisch wird es, wenn sich eines dieser Gerinnsel löst und über die Blutbahn ins Gehirn wandert. Hier droht der Verschluss von Gefäßen, was zum Schlaganfall führt – oft mit schweren Folgen. Dazu zählen Behinderungen wie Seh-, Sprech- oder Bewegungsstörungen, Lähmungen, aber auch Veränderungen der Persönlichkeit. Wichtigstes Ziel bei der Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern ist es daher durch Medikamente die Wahrscheinlichkeit einer Blutgerinnung im Herz zu senken.

 

Alle Informationen rund um die Aufklärungstour so wie die Termine stehen unter www.vorhofflimmern.de zur Verfügung.