Patientenforum Arthrose

Geesthacht, 27. Januar 2010

Viel hat sich getan, seit der Orthopäde Bernd Kolbow im Juli 2008 die Leitung der neu gegründeten orthopädischen Sektion im Johanniter-Krankenhaus übernahm. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist dabei die Behandlung von Arthrosen. Verschleißerkrankungen an Knie, Hüfte und Schulter nehmen zu. Erbliche Faktoren, einseitige Belastung im Beruf und beim Sport tragen ebenso wie Verletzungen und das ansteigende Durchschnittsalter zum Auftreten von Gelenkverschleiß bei. Das Johanniter-Krankenhaus lädt deshalb auch dieses Jahr wieder zum Patientenforum ein. Es findet am Mittwoch, den 27.Januar 2010, 18 Uhr, im großen Vortragssaal statt.

 

Oberarzt Kolbow und sein Team werden ein verfeinertes Behandlungsangebot vorstellen. „Ursache für die Schmerzen ist im Prinzip immer dieselbe: Zwischen zwei Knochen fehlt der erforderliche Knorpel. Es besteht aber ein breit gefächertes Therapieangebot, das sich an der Schwere des Knorpelschadens ausrichtet. Es spricht vieles für eine entzündungshemmende Wirkung ganz bestimmter Schmerzmittel, die zeitweise eingesetzt werden können. Da Bewegung für Gelenke eine funktionserhaltende Voraussetzung ist, verspricht auch eine gezielte Krankengymnastik und Physiotherapie Linderung vorhandener Schmerzen. Kritisch zu sehen ist hingegen die Injektion von Cortisonpräparaten und der Einsatz von Hyaluronsäure als künstliche Gelenkschmiere“, sagt Kolbow.

 

Helfen konservative Ansätze nicht mehr, wird ein operativer Eingriff erforderlich. Er kann auch in einem künstlichen Gelenkersatz bestehen. Kolbow will auch Möglichkeiten, die Beweglichkeit und Belastbarkeit der veränderten Gelenke durch minimal-invasive Eingriffe verbessern, vorstellen.