Patientenforum „Risiko krankhaftes Übergewicht“ im HOTEL ALT LOHBRÜGGER HOF, Hamburg-Bergedorf, am 23.09.2015, 18 Uhr

Geesthacht, 14. September 2015

Dr. med. Jens Kröger etabliert Adipositasbehandlung in Bergedorf mit AdipositasHilfe Nord e.V und dem Adipositaszentrum Geesthacht

Als Übergewichtige(r) gehört man in Deutschland automatisch der Mehrheit an und kann sich auch mit einigen Pfund zu viel „sehen lassen“. Im Patientenforum „Risiko krankhaftes Übergewicht“ geht es aber um eine extreme Abweichung vom Normgewicht: Spätestens ab einem Body Mass-Index (BMI) von über 40 besteht eine erhebliche Gesundheitsgefahr und damit Handlungsbedarf. Derart starkes Übergewicht, in der Medizin als massive Adipositas bezeichnet, ist deshalb als Krankheit anerkannt. Neben Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall kann insbesondere auch schwerer Diabetes eine Folge des deutlich erhöhten Körpergewichts sein. Das weiß der Facharzt für Diabetologie Dr. med. Jens Kröger aus seiner täglichen Praxis im Zentrum für Diabetologie Bergedorf nur zu gut. Mit zwei Kooperationspartnern, dem AdipositasHilfe Nord e.V und dem Adipositaszentrum Geesthacht, hat er jetzt für Adipositaspatienten im Osten Hamburgs ein umfassendes Behandlungsangebot zusammengestellt, das bei einem Patientenforum im Alt Lohbrügger Hof, Leuschnerstraße 76, Hamburg-Bergedorf vorgestellt werden soll. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 23. September 2015, um 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

 

Massive Adipositas, deren Behandlungsmöglichkeiten wir beim Patientenforum erörtern wollen, ist kein Versagen des Einzelnen. Es handelt sich vielmehr um eine schwerwiegende Erkrankung, die zwar nicht geheilt, aber dennoch erfolgreich therapiert werden kann“, sagt Dr. Frank Templin, Ärztlicher Direktor des Johanniter-Krankenhauses Geesthacht und Leiter des dortigen Adipositaszentrums. Er arbeitet schon seit längerem sehr erfolgreich mit der AdipositasHilfe Nord e.V zusammen, die beim Patientenforum durch den Leiter der Selbsthilfegruppe Michael Wirtz vertreten sein wird.

 

"Die zusätzliche Selbsthilfegruppe ist ein ganz wichtiger Baustein im Behandlungskonzept. Ab einem bestimmten Bodymass-Index reicht zwar häufig zur langfristigen Gewichtsreduktion eine Ernährungsumstellung allein nicht mehr aus. Gute Erfolge erzielt man dann mit einer Operation, z.B. Magenverkleinerung. Die Gruppentherapie hat aber auch nach einer Operation wichtige Funktionen. Viele Dinge sind bei einer erheblichen Verringerung des Körpergewichts zu beachten. So muss die Ernährung umgestellt werden, damit die richtigen Nährstoffe dem Körper im ausreichenden Umfang zur Verfügung stehen. Auf einmal eröffnen sich aber auch neue Lebensperspektiven. Diese Herausforderungen können leichter und besser bewältigt werden, wenn man sich regelmäßig mit Menschen in einer ähnlichen Lebenslage professionell austauscht", so Templin.

 

Im Adipositaszentrum Geesthacht arbeiten Internisten, Psychologen, Diätassistenten, Ergotherapeuten und Chirurgen in enger Kooperation zusammen. So ist eine umfassende Diagnostik und Indikationsstellung möglich. Ziel ist dabei immer eine dauerhafte Gewichtsreduktion und damit die spürbare Verbesserung der Lebensqualität. Die meisten Patienten mit einem krankhaften Übergewicht haben schwere Begleiterkrankungen, die sich nach einer Gewichtsabnahme deutlich bessern. Das Adipositaszentrum Geesthacht besteht seit zehn Jahren. Mehr als 500 stark adipöse Patienten konnten bereits erfolgreich behandelt werden.