Patientenforum zur Harninkontinenz der Frau am 28.08.2019, 18 Uhr im „Waldhotel Boizenburg“ in Boizenburg/Elbe – Schwartow, Waldweg 1

Boizenburg, 12. August 2019

Kein Tabu mehr - von Inkontinenz zur Kontinenz

Patientenforum zur Harninkontinenz der Frau am 28.08.2019, 18 Uhr im „Waldhotel Boizenburg“ in Boizenburg/Elbe – Schwartow, Waldweg 1

Die Frauenklinik des Johanniter-Krankenhauses Geesthacht lädt zum zweiten Patientenforum Harninkontinenz am Mittwoch, dem 28.08.2019, 18 Uhr, ein. Der Chefarzt der Frauenklinik Dr. Klaus von Oertzen, die Oberärztin Dr. Katharina Steffens sowie die Fachärztin Anna Hartmann berichten im großen Saal des Waldhotels Boizenburg über die Diagnostik, die konservative Behandlung einschließlich der Möglichkeiten der Beckenbodengymnastik sowie die operative Therapie.

Inkontinenz ist kein Einzelschicksal. In Deutschland leiden über 6 Millionen Menschen an unwillkürlichem Harn- und/oder Stuhlabgang. „Die meisten sprechen nicht über das vermeintliche Tabuthema und erhalten deshalb auch keine Hilfe. Die falsche Scham sollte man jedoch überwinden um die eigene Lebensqualität zu verbessern. Es bestehen für die unterschiedlichen Formen von Blasen-, Beckenboden- und Darmschwäche vielfältige Behandlungsmöglichkeiten. Deshalb haben wir in Geesthacht ein multidisziplinäres Beckenbodenzentrum gegründet, das speziell auf die Behandlung der Organe des Beckenbodens - Harnblase, Genitalorgane und Darm - ausgerichtet ist“, sagt Dr. von Oertzen. Beim aktuellen Patientenforum geht es ausschließlich um die Harninkontinenz der Frau.

Die enge Zusammenarbeit in der mit modernstem Instrumentarium ausgestatteten Einrichtung zahlt sich aus. Erfolgreiche Diagnostik und Therapie setzen bei Erkrankungen im Bereich des Beckenbodens regelmäßig eine Beteiligung mehrerer medizinischer Fachrichtungen voraus. Unterstützend wirken dabei die Beckenboden-Gymnastik und die ebenfalls angebotene Ernährungsberatung.

Die Ursachen für Harninkontinenz sind vielfältig. Oft berichten Patienten über unkontrollierten Urinabgang beim Heben, Tragen, Husten, Niesen oder Lachen. Bei Frauen ist Hintergrund häufig eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur, die durch Schwangerschaft und Geburt oder durch die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre hervorgerufen werden kann.