Chirurgische Möglichkeiten

Sollte mit dem multimodalen Therapiekonzept keine oder keine ausreichende Gewichtsreduktion erreicht werden, besteht die Möglichkeit zur chirurgischen Hilfe mittels einer Magen-Operation.
Insbesondere wenn sich durch die genannten konservativen Behandlungsmethoden nur kurzfristig eine moderate Gewichtsreduktion erzielen oder lediglich eine weitere Zunahme verhindern lässt, bzw. der Patient schon mehrere konservative Therapien mit anschließendem JOJO - Effekt hinter sich hat, sinken die Erfolgschancen mit jedem weiteren Versuch.
Bei Vorliegen eines BMI über 40 oder ab einem BMI von 35 mit entsprechenden Begleiterkrankungen und Fehlschlagen der konservativen Therapie, wird eindeutig in den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Adipositas die Ergänzung der konservativen Therapie durch einen adipositaschirurgischen Eingriff empfohlen.

Folgende Vorrausetzungen sollten erfüllt sein:

  • mehrere ernsthafte, aber erfolglose Versuche der Gewichtsreduktion
  • bei einem BMI von 35-35,9 adipositasassoziierte Begleiterkrankungen, wie z.B.Bluthochdruck, Diabetes, Schlafapnoe, Pseudotumor cerebri, Gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD), Asthma, chronisch venöse Insuffizienz, Harninkontinenz, unerfüllter Kinderwunsch, immobilisierende Gelenkerkrankung;

 ab einem BMI von 40 bereits ohne Begleiterkrankungen

  • keine medizinischen Gründe sprechen gegen die OP, hormonelle Ursachen wurden ausgeschlossen
  • Übergewicht besteht seit mind. 5 Jahren
  • keine Abhängigkeiten (Drogen, Alkohol), keine psychologischen Ausschlusskriterien
  • Bereitschaft zur Änderung von Ernährungs- und Lebensgewohnheiten sowie zur langfristigen Zusammenarbeit mit dem behandelnden Team.

Zeigt sich, dass eine chirurgische Behandlung sinnvoll ist, besprechen wir mit Ihnen individuell die Möglichkeiten und begleiten Sie auch hier auf dem Weg zur Antragstellung und danach.