Atemschutzmasken für das Johanniter-Krankenhaus

Stendal, 27. März 2020

Foto: Doris Hermann (links), Pflegerische Leitung der Notfallaufnahme und Hygienefachkraft Doreen Yilmaz-Eisermann bei der Abholung eines Stapels genähter Atemschutzmasken für die Mitarbeiter. Foto: Claudia Klupsch

Das Johanniter-Krankenhaus in Stendal hat verschiedene Institutionen beauftragt, Atemschutzmasken herzustellen. So sind heute 1.000 Stück aus der JVA Burg eingetroffen und wurden an die Mitarbeiter verteilt. Auch die „Lebenshilfe“ Osterburg und die Nähwerkstatt des Theaters sind dabei, Masken zu fertigen, ebenso Frauen aus verschiedenen evangelischen Gemeinden. Das Krankenhaus ist dafür sehr dankbar.

Durch den steigenden Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung in Corona-Zeiten sind Vorräte an kommerziell hergestellten Masken, die üblicherweise über Monate ausreichen, deutlich geschrumpft. Bis wieder zertifizierte Originalware in ausreichender Menge verfügbar ist, wird zur Lösung der genähten Stoffmasken gegriffen.

Genähte waschbare Atemschutzmasken werden selbstverständlich nicht bei allen Indikationen verwendet. Sie sind dazu da, die Weiterverbreitung der Infektion durch symptomfreie Träger zu vermindern. Die genähten Schutzmasken bieten durchgehend einen einfachen Atemschutz, der die Übertragung per Tröpfcheninfektion deutlich einschränkt.

Bei der Diagnostik, Therapie und Pflege von infizierten Patienten ist dagegen eine hohe Schutzstufe erforderlich, die nur zertifizierte Masken erfüllen. Bei der Bereitstellung der Schutzausrüstung richten wir uns nach den aktuellen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Infektionsstation sind mit Vollschutz ausgestattet – mit FFP 3-Maske (mit höchstem Atemschutz), Schutzvisier, Schutzhaube, Schutzkittel und dicken Nitrilhandschuhen. Der Schutz der Mitarbeiter hat oberste Priorität.