Ein Rettungshubschrauber für das Johanniter-Krankenhaus

Stendal, 20. Januar 2020

Blick auf den Hubschrauberlandeplatz des Johanniter-Krankenhauses. Foto: C. Klupsch

Der Vorschlag des Stendaler Landtagsabgeordneten Hardy Peter Güssau (CDU), einen Rettungshubschrauber im Stendaler Klinikum zu stationieren, bekommt Unterstützung. „Das würde ein wichtiger Schritt zur gleichwertigen Patientenversorgung im ländlichen Raum sein“, so Dr. Thomas Krössin, Klinikdirektor des Johanniter-Krankenhauses und Geschäftsführer der Johanniter GmbH, Bereich Akutkrankenhäuser.

 

„In der Luftrettung ist der Landkreis teilweise noch ein weißer Fleck“, erklärt Prof. Jörg Fahlke, Ärztlicher Direktor des Johanniter-Krankenhauses. Seit zehn Jahren werde angestrebt, diese Versorgungslücke zu schließen. Ein dichteres Netz verfügbarer Rettungshubschrauber sei eine notwendige Ergänzung des bodengebundenen Rettungsdienstes. Prof. Fahlke weiter: „Die Luftrettung soll dann eingesetzt werden, wenn die Lage ein schnelleres Eingreifen erfordert, als durch bodengebundene Rettungsdienste möglich ist. Diese Situation kommt erfahrungsgemäß häufiger in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten als in Ballungsräumen vor. Insofern ist dieser Vorschlag unabhängig von der Entscheidung für oder gegen einen Weiterbetrieb des Krankenhauses in Havelberg ein wichtiger Schritt, gleichwertige Lebensverhältnisse besonders im ländlichen Raum zu sichern.“

 

Durch das Team der in der Versorgung von medizinischen Notfällen hochspezialisierten Notärzte des Johanniter-Krankenhauses ist derzeit die Besetzung der Notarztdienste im Bereich Stendal abgesichert. „Problemlos könnte durch diese erfahrenen Ärzte auch die Besetzung eines Rettungshubschraubers mit einem Notarzt erfolgen“, schätzt Dr. Kai-Stephan Friedrichs, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes und Leitender Notarzt ein. „Ein Hubschrauber für den Patiententransport und als Notarztzubringer verkürzt die Hilfszeiten erheblich.“ Ein schnellerer Transport ins Krankenhaus verbessere nicht nur die Versorgung der Menschen in den ländlichen Regionen, sondern sei auch in einer sich künftig weiter verändernden Krankenhauslandschaft bedeutsam.