Erfolgreiche Telefonaktion des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums des Johanniter-Krankenhauses

Stendal, 26. Juni 2019

„Leben statt müssen“ – Betroffenen Mut machen

Während der internationalen Weltkontinenzwoche im Juni 2019 drehte sich alles um das Thema Harn- und Stuhlinkontinenz. Mediziner des Kontinenz und Beckenbodenzentrums am Johanniter-Krankenhaus Stendal beteiligten sich mit einer Telefonaktion. Unter dem Motto „Blasen- und Darmschwäche – Sie haben Fragen?“ informierten sie Betroffene zu Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten dieser weit verbreiteten Erkrankung.

Fast 30 Betroffene haben die Telefonaktion genutzt, um sich von den Experten des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums der Altmark beraten zu lassen. Dr. Andreas Neumann und Frau Dr. Koberstein beantworteten Fragen zur Belastungs- und Dranginkontinenz der Frau. Zur Inkontinenz bei Männern stand Dr. Alexander Albrecht Rede und Antwort. Auch das Telefon von Dr. Daniel Bocinec, der sich mit der Stuhlinkontinenz beschäftigt, stand kaum still. Weitere Anrufer erkundigten sich bei Physiotherapeutin Anette van Lengen nach physiotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten.

Die Anrufer schilderten die Art ihrer Beschwerden, insbesondere, bei welchen Gelegenheiten ein unwillkürlicher Urin- oder Stuhlverlust auftritt, z.B. bei Husten, Niesen und körperlicher Belastung. Manchmal stand auch ein plötzlich einsetzender Drang im Vordergrund. In den Gesprächen wurden Möglichkeiten der individuellen Diagnostik und Therapie besprochen. Dabei wurden physiotherapeutische, medikamentöse und operative Ansätze beleuchtet. Meist endete das Gespräch mit der Vermittlung eines Kontaktes zum Kontinenz- und Beckenbodenzentrum der Altmark, das über die Hotline 03931/667777 erreichbar ist.

Deutschlandweit leben etwa neun Millionen Menschen mit einer Kontinenzstörung. Lediglich jeder Fünfte sucht Rat und Hilfe. Dabei ist eine Inkontinenz zu rund 80 Prozent heilbar oder zumindest deutlich zu lindern. Die Aktionen im Rahmen der jährlich stattfindenden Weltkontinenzwoche sollen helfen, dieses Thema aus der Tabuzone zu holen.

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Foto: Dr. Beate Koberstein nimmt sich wie alle ihre Kolleginnen und Kollegen des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums im Johanniter-Krankenhaus viel Zeit im Patientengespräch. Foto: C. Klupsch