Infektionsstation für erhöhtes Patientenaufkommen bereit

Stendal, 03. April 2020

Schulungen:
Intensivmediziner Oberarzt Dr. Oliver Krull schult Kolleginnen und Kollegen. Foto: Claudia Klupsch

Team Infektionsstation:
Bereit für erhöhtes Patientenaufkommen: Anna Misliewicz (von links), Ulrike Hofmann, Ines Konschake, Sylvia Krämer, Dr. Sebastian Klemstein und Johannes Gilbrich (stellvertretend für weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). Foto: Claudia Klupsch

Vollschutz:
Schwester Ulrike Hofmann legt Vollschutz an, bevor sie einer Corona-Patientin das Essen bringt. Foto: Claudia Klupsch

Routiniert legt Schwester Ulrike Hofmann den Vollschutz an, bevor sie das Patientenzimmer auf der Infektionsstation des Johanniter-Krankenhauses betritt. Bei Kontakt mit den an Corona Erkrankten sind Atemschutzmaske, Schutzvisier, Schutzhaube, Schutzkittel und Handschuhe Pflicht. „Etwa sechsmal am Tag gehe ich ins Zimmer, je nach Intensität der Behandlung und Betreuung“, sagt die Schwester.

Höchste Sicherheitsvorkehrungen herrschen insbesondere in dem Bereich, wo Corona-Patienten behandelt werden. Ein Stopp-Schild warnt vor unbefugtem Betreten. Der Station ist eine Schleuse vorgelagert.

Seit Ende vergangener Woche werden schwer an Corona erkrankte Patienten und Verdachtsfälle aus Stendal und der Region auf der Infektionsstation behandelt. Von derzeit drei Corona-Patienten im Klinikum müssen zwei beatmet werden.

„Wir haben in Vorbereitung auf ein zu erwartendes erhöhtes Patientenaufkommen unsere Kapazität an Intensivbetten aufgestockt“, so Dr. Sebastian Klemstein, der gemeinsam mit PD Dr. Martin Mohren die Station leitet. Insgesamt stehen auf der Intensivstation 14 und auf der Infektionsstation 25 Intensivbetten zur Verfügung. „Täglich werden Ärzte und Schwestern des Krankenhauses in Schulungen über Hygiene und Schutzkleidung unterwiesen“, so Dr. Klemstein weiter.

Der „normale“ Krankenhausbetrieb läuft weiter, wenn auch deutlich „abgespeckt“. Dazu Prof. Jörg Fahlke, Ärztlicher Direktor: „Wir richten uns nach Vorgaben des Bundesgesundheitsministers und haben verschiebbare OPs verschoben. Dabei gilt die ärztliche Entscheidung. Wir halten Kontakt zu unseren Patienten, telefonieren regelmäßig mit ihnen, fordern sie auf, bei sich verschlechternder gesundheitlicher Befindlichkeit anzurufen. Dringliche OPs wie Tumoroperationen und Notfall-OPs führen wir selbstverständlich durch.“