Johanniter-Krankenhaus kehrt zur regulären Patientenversorgung zurück

Stendal, 16. Juni 2020

Das Johanniter-Krankenhaus nimmt ab Mittwoch wieder Patienten auf, deren planbare Behandlungen und Operationen aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden mussten und nun nachgeholt werden können. Foto: Claudia Klupsch

Seit Mittwoch, 17. Juni 2020, wird im Johanniter-Krankenhaus die umfassende Versorgung elektiver Patienten, d.h. von Patienten, die planbare Operationen benötigen, wieder aufgenommen. Seit 9. Mai 2020 gab es keine an Covid-19 erkrankten Patienten im Stendaler Johanniter-Krankenhaus.. „Daher ist es nun möglich, schrittweise in den Normalbetrieb zurückzukehren“, kündigt Krankenhausdirektor Michael Schmidt an.

Um Ressourcen für die Behandlung von Covid-19-Patienten zu schaffen, hatte das Johanniter-Krankenhaus nicht dringliche Behandlungen verschoben. Ausschließlich lebenswichtige und medizinisch nicht aufzuschiebende Behandlungen fanden weiterhin statt. „Nun können wir auch den regulären OP-Betrieb wieder aufnehmen und die verschobenen Operationen und Behandlungen vornehmen“, so Schmidt.

Eine Infektionsstation für eventuell erneut auftretende Corona-Verdachts- oder Erkrankungsfälle wird weiterhin vorgehalten. Auch Intensivkapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patienten stehen zur Verfügung. „Die Infektionsstation ist von den Normal-Stationen und deren Patienten streng getrennt“, betont Schmidt.

Jeder zur Behandlung in das Krankenhaus einbestellte Patient muss im Vorfeld des Aufnahmeverfahrens einen Fragebogen ausfüllen. Hierbei werden spezifische Symptome und eventuelle Ansteckungsgefahren bezüglich einer möglichen Covid-19-Erkrankung abgefragt. Nur, wenn keine Anhaltspunkte für eine potenzielle Infektion mit dem Virus vorliegen, kann der Patient stationär aufgenommen werden. Notfälle sind von diesem Prozedere ausgenommen. Hierzu erfolgt die Klärung über die Notfallambulanz.

Weiterhin gelten im Klinikum selbstverständlich unverändert strenge Hygieneregeln für Mitarbeiter, Patienten und Besucher. Händedesinfektion, die Abstandsregel und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sind zur Minimierung des Infektionsrisikos dringend erforderlich. Auch die strengen Besuchsregelungen sind einzuhalten.

Prof. Jörg Fahlke, Ärztlicher Direktor des Johanniter-Krankenhauses, versichert, die verschobenen Behandlungen so schnell wie möglich nachzuholen. „Jedoch kann nicht jede verschobene Behandlung sofort durchgeführt werden. Unsere Ärzte entscheiden nach Schwere der Erkrankung und Dringlichkeit“, erklärt er. Gleichzeitig betont Prof. Fahlke, dass die Sorge vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 während eines Aufenthaltes im Krankenhaus derzeit unbegründet ist.