Nach bestandener Probezeit: Schüler bekamen die Johanniter-Nadel

Stendal, 21. August 2019

Nach bestandener Probezeit: Schüler bekamen die Johanniter-Nadel

Andrea Trenner, Oberin der Johanniter-Schwesternschaft, verlieh die Johanniter-Nadeln an die Schülerinnen und Schüler. Foto: Claudia Klupsch

27 Schülerinnen und Schüler der Krankenpflegeschule des Johanniter-Krankenhauses haben es geschafft. Die Auszubildenden des ersten Lehrjahres haben die Probezeit absolviert und damit einen wichtigen Schritt auf ihrem beruflichen Weg getan. Sie wurden nun feierlich in die Gemeinschaft der Johanniter aufgenommen. Dies geschieht traditionell mit der Verleihung der Johanniter-Nadel.

Im Beisein von Andrea Trenner, Oberin der Johanniter-Schwesternschaft, trafen sich die Schüler und ihre Ausbilder zu einer Andacht im Mutterhaussaal des Krankenhauses. „Sie haben eine wichtige Strecke geschafft“, beglückwünschte Oberin Andrea Trenner die Schüler. Sie merkte an, von Pflegerinnen und Pfleger in einem Johanniter-Krankenhaus würde nicht nur gutes fachliches Know-how erwartet, sondern auch die Fähigkeit, gut darin zu sein, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen.

Pfarrer Ulrich Paulsen hob in seinen Andachtsworten hervor, dass die Johanniter-Nadel Zeichen der Gemeinschaft sei, deren Auftrag es ist, sich um kranke und hilfebedürftige Menschen zu kümmern. Grundlage ihrer Arbeit sei das christliche Menschenbild. „Sie sind nun Mitglied dieser Gemeinschaft. Gerade in Zeiten des `Ich zuerst´ brauchen wir Gemeinschaft, die Rückhalt gibt.“ Das mache die Nadel nach außen sichtbar.


„Sie sind täglich in Ihrem Arbeitsumfeld und spüren immer deutlicher, was von Ihnen erwartet wird. Sie spüren die Herausforderung“, sagte Pfarrer Ulrich Paulsen zu den jungen Leuten. Die Arbeit funktioniere im Team. Wichtig sei, schwierigen Situationen nicht auszuweichen, eigene Grenzen und Schwächen zu erkennen. Und weiter: „Ihr Beruf ist Berufung und Auftrag. Sie können die Erfahrung vom Sinn für das eigene Leben machen. Sie können erleben, dass es gut tut, anderen zu helfen, sie zu trösten und zu sehen, wie jemand mit Ihrer Hilfe wieder auf die Beine kommt, Sie können sehen, wie die Hoffnung wächst. Sie können auch lernen, mit Scheitern umzugehen, zu akzeptieren, dass Leid sich nicht auflöst, aber angenommen werden kann.“