Neue Hebammenausbildung hat begonnen

Stendal, 22. November 2019

Zwei Schülerinnen erlernen ihren Traumberuf

Ausbilderin Petra Kulla (von links), die Schülerinnen Muriel Schütte und Miriam Schulz sowie Pflegedirektorin Beate Wogawa resümierten die ersten Wochen in der Hebammen-Ausbildung. Foto: Claudia Klupsch

Seit diesem Herbst bietet das Johanniter-Krankenhaus in Stendal wieder eine Ausbildung zur Hebamme an. Miriam Schulz und Muriel Schütte haben im September ihre Ausbildung begonnen und blicken auf erste Erfahrungen in der Praxis zurück. In der Theorie werden sie an der Universitätsklinik Leipzig geschult, mit der das Johanniter-Krankenhaus eine Ausbildungskooperation geschmiedet hat.
 
„Für mich ist es mein Berufswunsch, der in Erfüllung geht“, freut sich Miriam Schulz (18) aus Gladigau. „Bei Geburten zu helfen, ist für mich faszinierend“, formuliert es Muriel Schütte (20) aus Buckow bei Rathenow. Ihre Ausbilderin ist Petra Kulla, leitende Hebamme in der Stendaler Geburtsklinik. Theoretisch in Leipzig und praktisch in Stendal erlernen die beiden Schülerinnen in ihrer dreijährigen Ausbildung die Grundlagen der Geburtshilfe- und pflege, sie betreuen Schwangere und Wöchnerinnen, blicken in die Neonatologie und Pädiatrie. Sie genießen eine vielseitige und anspruchsvolle Ausbildung, mit „vielen beruflichen Möglichkeiten über die Geburtshilfe hinaus“, weiß Muriel Schütte.
 
Bei fünf Geburten und einem Kaiserschnitt waren die beiden Schülerinnen bisher dabei. „Eine Geburt ist etwas sehr Emotionales und Intensives“, sagt Miriam Schulz. Doch zart besaitet dürfe eine Hebamme nicht sein, finden beide übereinstimmend. Dass es auch tragische oder dramatische Momente geben kann, auch das ist ihnen bewusst. Bis sie eigenverantwortlich im Kreißsaal stehen können, müssen Schulz und Schütte noch viel lernen. In anderthalb Jahren sind sie bereit dafür“, so Petra Kulla.
 
Da Hebammen in der Region schwer zu finden sind und sie dringend hier gebraucht werden, hat sich das Johanniter-Krankenhaus entschlossen, selbst seinen Nachwuchs auszubilden. Unter 40 Bewerbern haben sich die beiden jungen Frauen durchgesetzt „Wir setzen auf junge Menschen aus der Region, bei denen die Chance groß ist, das eine Bindung zu unserem Haus dazu führt, dass sie nach abgeschlossener Ausbildung bei uns bleiben“, so Pflegedirektorin Beate Wogawa.
 
Bewerbungen für das kommende Ausbildungsjahr werden bereits jetzt entgegengenommen. Adresse: beate.wogawa@sdl.johanniter-kliniken.de. Wieder stehen zwei Plätze zur Verfügung: Voraussetzungen: bei Ausbildungsbeginn mindestens 18 Jahre alt, Abitur oder sehr guter Realschulabschluss.