Schülerprojekt „Gemeinsam zum Examen“

Stendal, 10. März 2020

Foto: In Absprachen zu Abläufen in der Klinik: Carolin Eichmann (von links), Pauline Neumann und Franziska Zimper. Foto: Claudia Klupsch

„Hat uns allen einen Schub gegeben“

23 Auszubildende der Krankenpflegeschule des Johanniter-Krankenhaues blicken auf eine spannende und erkenntnisreiche Woche zurück. In ihrem Praxisprojekt „Gemeinsam zum Examen“ haben sie als Schülerinnen und Schüler des dritten Ausbildungsjahres eigenständig medizinisch und pflegerisch die Patienten einer Station versorgt. „Die Eigenverantwortung hat uns allen einen Schub gegeben“, sagen Pauline Neumann (22) und Carolin Eichmann (23) stellvertretend für alle Projektteilnehmer.
 

Kurz vor seinem Abschluss ist der Kurs 17/20 der Krankenpflegeschule in Theorie und Praxis bestens vorbereitet. Nun heißt es, sich intensiv auf die Examensprüfungen vorzubereiten. Ideal dazu geeignet ist das Managen einer Station unter Eigenregie. Während des Projektes auf der Station 6, auf der sich Patienten der Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie der Strahlentherapie befinden, konnten die Schüler viel dazu lernen - natürlich fachmännisch begleitet von ihren examinierten Kollegen. „In unserer Arbeit wurde uns klar, wo unsere Schwächen oder Stärken liegen und in welchen Tätigkeiten wir uns noch verbessern können“, zieht Pauline Neumann Bilanz. „In unserer Gesamtverantwortung haben wir alle Abläufe auf der Station selbst organisiert - von Grundpflege über Wundversorgung bis hin zu notwendigen Aufzeichnungen in der Patientenakte“, ergänzt Carolin Eichmann. Auch bisher ungewohnte Rollen hätten ausgefüllt werden müssen, zum Beispiel die Visitenbegleitung in direkter Kommunikation mit den Ärzten. „Für uns war es aufschlussreich zu erfahren, was den Medizinern wichtig ist“, so die beiden Schülerinnen.
 

Die Projektteilnehmer freute, auf hohe Akzeptanz bei Patienten, Ärzten und Pflegekollegen zu treffen. Professor Jörg Fahlke, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie: „Es hat Spaß gemacht und hätte ruhig zwei, drei Wochen länger dauern können. „Die Schüler sind an dieser Aufgabe gewachsen, haben an Selbstbewusstsein gewonnen“, stellt Krankenschwester Franziska Zimper bei ihren Schützlingen fest.
 

Im Frühsommer sind für den Kurs 17/20 die Abschlussprüfungen. „Ein Großteil der Schüler wird als examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger bei uns am Johanniter-Krankenhaus in den Beruf starten“, freut sich Pflegedirektorin Beate Wogawa. Auch Pauline Neumann und Carolin Eichmann wollen in Stendal bleiben.