Siegel „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ im Johanniter-Krankenhaus Stendal

Stendal, 18. März 2019

Angehörige willkommen

Foto: Pflegedirektorin Beate Wogawa (von links), Johannes Schulz (Stationsleitung Anästhesie und Intensivtherapie), Schwester Isabelle Deinert und Chefarzt Dr. Jens Rau präsentieren stellvertretend für alle Beteiligten das erworbene Siegel. Foto: Claudia Klupsch

Die Intensivstation des Stendaler Johanniter-Krankenhauses hat das Zertifikat „Angehörigenfreundlich“ der Stiftung „Pflege e.V.“ errungen. Dies beinhaltet, dass Angehörige Patienten zu flexiblen Zeiten besuchen können und eine zentrale Rolle im Versorgungs- und Behandlungsverlauf einnehmen. 

„Wir wissen, dass der vertraute Mensch für den intensiv versorgten Patienten sehr wichtig ist und wesentlich zu seiner Genesung beiträgt“, so Pflegedirektorin Beate Wogawa. Neben der hochkomplexen pflegerischen und medizinischen Versorgung seien Trost und Zuwendung für den Kranken sehr wichtig. „Deshalb verstehen wir den Besuch von Angehörigen als Teil des therapeutischen Konzeptes und richten es mit flexiblen Besuchsregelungen, angepasst an die Bedürfnisse von Patienten und nächster Angehöriger, aus.“ Dazu gehöre auch, die Angehörigen über die moderne Apparatetechnik aufzuklären und ihnen einen wissenden Umgang mit der schwierigen Situation zu ermöglichen. Ein intensiver Kontakt zwischen Pflegenden und Angehörigen sorge auch für das bessere gegenseitige Verständnis. 

Weitere Aspekte einer angehörigenfreundlichen Intensivstation: Angehörige haben feste Ansprechpartner in jeder Schicht. Ein Besucherzimmer steht zur Verfügung, um ruhige Gespräche zu führen oder um sich einfach zurückziehen zu können. 

„Ich freue mich, dass unsere hochmotivierten Pflegekräfte in einer Teamleistung das Siegel errungen haben“, so Beate Wogawa weiter. „Auch aus ärztlicher Sicht begrüßen wir das Zertifikat“, so Dr. Jens Rau, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin. 

Die Interdisziplinäre Intensivstation des Johanniter-Krankenhauses hat 14 Intensivbetten sowie eine Einheit für akute Notfälle. Auf der Station werden schwerkranke Patienten aller Fachgebiete des Johanniter-Krankenhauses sowie Intensivpatienten aus anderen Krankenhäusern der Region versorgt. Ein speziell ausgebildetes Team von Ärzten, Schwestern und Pflegern gewährleistet beste medizinische Versorgung. Die Station ist technisch hochmodern ausgerüstet. 

Die Stiftung Pflege e.V. vergibt das Siegel, das für eine besonders besucherorientierte Atmosphäre und angehörigenfreundliche Prozesse steht. Anspruch ist, dass nicht nur die Patienten medizinisch und pflegerisch optimal versorgt sind, sondern der Austausch mit Angehörigen gegeben ist.