Siegel vom "Netzwerk Hygiene in Sachsen-Anhalt" bis 2022 verlängert

Stendal, 03. Juni 2019

Auszeichnung für das Johanniter-Krankenhaus in Stendal

Foto: Die Hygienebeauftragte Inés Konschake (links) und Doreen Yilmaz-Eisermann sowie Dr. André Benthin, Ärztlicher Hygienebeauftragter des Johanniter-Krankenhauses mit dem Siegel. Foto: C. Klupsch

Die Einhaltung der strengen Hygienestandards hat im Johanniter-Krankenhaus oberste Priorität. Mit seiner konsequenten Infektionsprävention konnte das Klinikum die multiresistenten Erreger (MRE) kontinuierlich verringern. Nun wurde das Siegel vom "Netzwerk Hygiene in Sachsen-Anhalt" bis 2022 verlängert. Um das Zertifikat des Netzwerkes zu erlangen, ist die Einhaltung von strengen Hygienestandards Voraussetzung. Diese werden von der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert-Koch-Institut erstellt.

"Unser Krankenhaus hält diese Standards konsequent ein. Mit dem Zertifikat werden die Teilnahmevoraussetzungen und die Umsetzung der Anforderungen im Netzwerk bestätigt ", so die Hygiene-Beauftragte des Johanniter-Krankenhauses, Ines Konschake. 

Multiresistente Erreger (MRE) sind Krankheitserreger, die nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr antibiotisch behandelt werden können. Im Johanniter-Krankenhaus sind Mitarbeiter-Schulungen im Umgang mit Keimen das A und O ebenso wie die Aufklärung von Patienten und Angehörigen. Bei Aufnahme ins Krankenhaus werden Risikopatienten etwa aus Pflegeheimen oder auch ältere Patienten, die oft im Krankenhaus sein müssen, auf den Erreger untersucht. Wird er nachgewiesen, wird der Patient isoliert untergebracht. Teil des Entlassungsmanagement ist, Hausärzte, Rettungsdienste und Pflegeheime über die betroffenen Patienten zu informieren.

Das Netzwerk Hygiene in Sachsen-Anhalt (HYSA) wurde im Oktober 2010 gegründet. Es ist ein regionales Netzwerk zur Prävention und Reduktion von Krankenhaus-Infektionen. 2012 ist das Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal dem Netzwerk beigetreten. Der überwiegende Teil der multiresistenten Erreger wird von außen ins Krankenhaus eingeschleppt. Dagegen richten sich die Anstrengungen des Netzwerkes.