Folgen der Magersucht

Kreislaufprobleme

Auf den starken Gewichtsverlust reagiert der Körper mit Schutzmaßnahmen: Stoffwechsel, Puls, Blutdruck und Körpertemperatur sinken und die Extremitäten werden nicht mehr richtig durchblutet. Auf dem Rücken bildet sich wie bei Frühgeborenen eine flaumartige Behaarung.

Elektrolytstörungen, insbesondere Kaliummangel

Der durch die Unterernährung, meist in Kombination mit Erbrechen oder künstlich erzeugten Durchfällen ausgelöste Kaliummangel kann lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen zur Folge haben. Lang andauernde Elektrolytstörungen schädigen außerdem das Nierengewebe.

Anämie und Leukopenie

Zu starkes Untergewicht kann aufgrund einer Schädigung des Knochenmarks zu einer Verminderung roter und weißer Blutkörperchen, zur Blutarmut (Anämie) führen. Darüber hinaus kommt es manchmal zu einer spezifischen Verringerung der weißen Blutkörperchen, die Hauptträger der körpereigenen Abwehr sind. Dies ist besonders der Fall, wenn Abführmittel und andere Medikamente im Spiel sind (Leukopenie).

Amenorrhoe

Durch das starke Untergewicht kommt es zu Störungen im Hormonhaushalt , sodass die Menstruation ausbleibt („sekundäre Amenorrhoe“). Als „primäre Amenorrhoe“ bezeichnet man das Ausbleiben der ersten Monatsblutung bei jungen Frauen, der so genannten Menarche. Bei Mädchen, die beispielsweise schon mit zehn oder elf Jahren magersüchtig geworden sind, bleiben die körperlichen Reifungsschritte aus. Oft bleiben sie auch in ihrem Körperlängenwachstum zurück.

Osteoporose

Die nachlassende Östrogenproduktion, Unter und Fehlernährung, gegebenenfalls auch Erbrechen und Abführmittelmissbrauch führen zu schwer wiegenden Störungen des Knochenstoffwechsels. Es kommt zu einer Verminderung der Knochensubstanz (Osteoporose).