Schüler trainieren Wiederbelebung

Mönchengladbach, 14. Dezember 2018

Im Ev. Krankenhaus Bethesda der Johanniter werden mehr als hundert Schüler in Reanimation geschult.

Oskar und Felix wissen, wie es geht. „Ansprechen, Atmung prüfen, Notruf wählen, Herzdruckmassage“, zählen sie abwechselnd auf. Und dann wird gedrückt, bis der Arzt kommt. Die Herzdruckmassage haben die beiden Siebtklässler gerade geübt. „Das ist anstrengend“, meint Oskar. „Ich dachte auch, dass es leichter geht“, sagt Felix. Oberarzt Alexander Burkhardt ist sich trotzdem sicher, dass die beiden Marienschüler jetzt die Grundlagen der Reanimation beherrschen. „Die Schüler lernen das sehr schnell“, sagt der Notfallmediziner. Und das ist gut so, denn im Notfall sollte man nicht lange überlegen, sondern schnell handeln können.

Mehr als hundert Marienschüler der siebten Jahrgangsstufe sind in diesem Jahr wieder im Rahmen der Woche der Wiederbelebung geschult worden. Eigentlich sollten alle Schüler die Hilfsmaßnahmen kennen. Das hat die Kultusministerkonferenz beschlossen. Aber es wird nicht überall umgesetzt. „Deutschland ist im internationalen Vergleich schlecht aufgestellt, was die Laienreanimation angeht“, bedauert Bernd Dohmen, Chefarzt der Anästhesie und Notfallmediziner. Das ist in unseren Nachbarländern anders. Dort ist die Chance im Notfall von einem Laien reanimiert zu werden bis zu vier Mal höher als in Deutschland. „Deshalb sollte jeder in der Schule ausgebildet werden“, sagt Dohmen. Seit Jahren trainiert das Bethesda die jeweils siebte Jahrgangsstufe der benachbarten Marienschule. Die Schüler machen stets sehr engagiert mit. „Ich finde es wichtig, dass man das kann“, sagt Oskar.