Vulva/Vaginalkarzinom

Beim Vulvakarzinom ist das äußere weibliche Genital erkrankt, dazu gehören die Schamlippen, Klitoris, Damm und Schamhügel. Als Risikofaktoren dieser Erkrankung gelten die Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) und die chronische Erkrankung Lichen sclerosus.

Hautveränderungen mit chronischem Juckreiz im Genitalbereich müssen abgeklärt werden. In der Regel erfolgt zunächst die histologische Sicherung mittels Punch-Biopsie. Durch frühzeitiges Entdecken von Vorstufen des Vulvakarzioms (VIN), und der entsprechenden Behandlung, zum Beispiel Verschorfung der Haut durch Laservaporisation oder oberflächlicher Abtragung der Haut (Skinning Vulvektomie), kann die Entwicklung des invasiven Karzinoms verhindert werden.

Wird das Vulvakarzinom durch die klinische und histologische Untersuchung diagnostiziert, ist eine Operation notwendig, deren Ausmaß von der Ausbreitung, Lage und Größe des Tumors abhängt.

Wächterlymphknotenverfahren

Das Wächterlymphknotenverfahren ermöglicht bei bestimmten Indikationen nur einzelne Lymphknoten zu entfernen. Finden sich in diesen vorher für den Operateur durch eine Markierung dargestellten Lymphknoten keine Tumorzellen, so kann auf die Entfernung von weiteren Lymphknoten verzichtet werden. Somit können diese Patientinnen auf möglichst schonende Weise operiert werden und wir vermeiden unnötige Eingriffe, wie die komplette Entfernung der Leistenlymphknoten und der damit verbundenen Lymphödeme der Beine.

Das Vaginalkarzinom ist eine sehr seltene Erkrankung (nur 1-2% der Genitalkarzinome der Frau). Da bei dieser Erkrankung keine frühe Krankheitssymptomatik besteht, ist die Diagnostik schwierig.

Wird die Diagnose Vaginalkarzinom gestellt, muss die Ausdehnung der Erkrankung bestimmt werden (zum Beispiel durch bildgebende Diagnostik). Je nach Stadium der Erkrankung muss das weitere Vorgehen individuell besprochen werden.

Allen Patientinnen mit einer onkologischen Erkrankung bieten wir die psychoonkologische Mitbetreuung an.

Ob weitere Therapiemaßnahmen nach einer Operation notwendig sind, wie eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie, erfahren sie in einem ausführlichen Gespräch nach der Tumorkonferenz