Zervixkarzinom

Der Gebärmutterhalskrebs ist weltweit der zweithäufigste bösartige Tumor der Frau. Die häufigste Ursache für ein Zervixkarzinom ist eine Infektion mit bestimmten Typen des humanen Papillomavirus (HPV). Die gute Krebsvorsorge sowie die Einführung der HPV-Impfung sind dafür verantwortlich, dass dieser Tumor in Deutschland weiter zurückgeht und frühzeitig erkannt wird.

Die Standardtherapie des Zervixkarzinoms ist die Operation und/oder (Chemo-) Radiotherapie. Bei der Operation wird die Gebärmutter mit dem Halteapparat (Parametrien) und den Lymphknoten im kleinen Becken entfernt. Bei jüngeren Frauen können je nach Stadium und Tumortyp die Eierstöcke zur weiteren Hormonproduktion erhalten werden.

Endoskopische Operation

Um die Erholungsphase der Patientinnen nach der Operation wesentlich zu verkürzen bieten wir unter bestimmten Voraussetzungen die Radikaloperation über eine Laparoskopie (Schlüssel-Loch-Technik) an. Die Studien konnten zeigen, dass diese OP Methode bei schnellerer Erholungsphase, niedrigerem Blutverlust und kürzerem Krankenhausaufenthalt in der Radikalität gleichzusetzen ist mit einem Bauchschnitt.

Nervenschonende Operationstechnik

Aufgrund der langen Erholungszeit nach einer konventionellen radikalen Gebärmutterentfernung erfolgen die Operationen beim Zervixkarzinom in unserem gynäkologischen Krebszentrum entlang embryologisch festgelegten Grenzen (sog. Kompartimenten). Diese Operationsmethode mit dem Namen Totale Mesometriale Resektion (TMMR) ist im Vergleich zur klassischen Operationsweise gleichwertig radikal, schont jedoch die Beckennerven für den Darm und die Blase.

Allen Patientinnen mit einer onkologischen Erkrankung bieten wir die psychoonkologische Mitbetreuung an.

Ob weitere Therapiemaßnahmen nach einer Operation notwendig sind, wie die Bestrahlung oder die kombinierte Radio-Chemotherapie, erfahren sie in einem ausführlichen Gespräch nach der Tumorkonferenz.