Chemotherapie

Die Darmkrebserkrankung wird in unterschiedliche Stadien eingeteilt. Sind im Rahmen der Operation Lymphknoten beteiligt, wird eine sogenannte adjuvante Chemotherapie empfohlen. Hierbei wird über ein halbes Jahr alle zwei Wochen eine Chemotherapie gegeben, um ein frühes Wiederkehren der Erkrankung oder Mikrometastasen in den noch verbleibenden Lymphknoten zu verhindern bzw. zu beseitigen. Die adjuvante Chemotherapie kann mit unterschiedlichen Medikamenten durchgeführt werden, die im Einzelfall mit dem behandelnden Arzt erörtert werden sollten. In aller Regel kann jedoch auch diese Therapie ambulant durchgeführt werden bei den hierfür qualifizierten Kollegen im ambulanten Bereich. Bei erheblichen Nebenwirkungen ist ggf. auch die wiederholte kurzfristige stationäre Aufnahme zur Durchführung der adjuvanten Chemotherapie gerechtfertigt. Dieses gilt es im Einzelfall zu besprechen.

Hat die Tumorerkrankung bereits gestreut, so stehen ebenfalls mehrere hocheffektive Chemotherapien zur Verfügung, durch die ggf. sogar eine Operabilität der Herde, z. B. in der Leber, herbeigeführt wird. Sollte dies nicht möglich sein, kann die Lebenserwartung bei metastasierter Erkrankung durch die sogenannte palliative Chemotherapie unter Umständen erheblich verlängert werden. Auch diese Therapien sind vielfach ambulant möglich.