Darmkrebsvorsorge

Vorsorgemaßnahmen zur Früherkennung von Darmkrebs spielen eine entscheidende Rolle.

So kann Darmkrebs im Rahmen der Vorsorgekoloskopie bereits in frühen Stadien entdeckt werden. Die Entfernung von Polypen, aus denen sich im Verlauf der Jahre Darmkrebs entwickeln kann, erfolgt ebenfalls im Rahmen einer Vorsorge-Darmspiegelung. Diese ist ab dem 55. Lebensjahr sämtlichen gesetzlich versicherten Patienten zugänglich. Diese Leistung wird jedoch durch die niedergelassenen Kollegen erbracht, die zur Durchführung einer ambulanten Koloskopie befähigt sind. Diese Maßnahme erfolgt in aller Regel unter ambulanten Bedingungen. Der Darm muss durch Trinken bestimmter Abführflüssigkeiten gereinigt werden. Dies erfolgt in aller Regel am Nachmittag des Vortages. Am Tag der Untersuchung erhält der Patient in aller Regel eine Beruhigungs- und Schlafspritze. Die Untersuchung erfolgt jedoch nicht in Vollnarkose. Andere Möglichkeiten der Vorsorge (z.B. CT, Kolonographie, MR-Kolonographie, Kolonkapsel) befinden sich derzeit in Erprobung und haben sich noch nicht als Standard etabliert, zumal die Trefferrate, einen vorliegenden großen Polypen oder gar einen Krebs zu diagnostizieren lediglich bei 60% - 80% liegen. Insofern ist auch heute noch die Darmspiegelung als Standardmethode der Vorsorge zu empfehlen. Die alternativen Methoden bleiben lediglich solchen Patienten vorbehalten, die z. B. einen extrem langen Darm haben, der mit einem normalen Endoskop nicht eingespiegelt werden kann.