Corona-Verdacht - Was nun?

Text vom 13.03.2020, aktualisiert am - Treuenbrietzen, 28. Mai 2020

Besonnenheit, Vorsicht und Zurückhaltung sind immernoch aktuell

Auf das Corona-Virus hat sich das Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen intensiv vorbereitet. Wir arbeiten eng mit den Gesundheitsämtern, dem Robert-Koch-Institut und weiteren Stellen zusammen. Wir trennen mögliche Verdachtsfälle von Beginn an von allen anderen Patienten. Es besteht kein Grund zur Panik. Besonnenheit, Vorsicht und vor allem immernoch Zurückhaltung helfen allen am meisten weiter.

Aktuelle Zahlen:

Vom 9. März bis 27. Mai 2020 wurden bei uns 523 ambulante Abstriche auf Corona vorgenommen, davon waren 19 positiv, 4 weitere ergaben Influenza.

Informationsblatt Corona

Infofilm Corona vom 17.03.2020

Seit 13.03.2020 gilt bis auf Weiteres ein Besuchsverbot im Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen bis vorerst Ende Mai 2020.

Das Corona-Infotelefon des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen ist seit 16.03.2020 geschaltet.
Tel. 033748 8-1848

Seit 06.04.2020 sind die Krankenhauszugänge bewacht, die Zutrittsberechtigung für Nichtmitarbeiter wird in jedem Einzelfall überprüft.

BITTE BETRETEN SIE AUF KEINEN FALL DAS KRANKENHAUS oder DIE MVZ-PRAXIS, WENN SIE EIN CORONA-VERDACHTSFALL SIND! WARTEN SIE IM ZELT!

Wann bin ich ein Verdachtsfall?

Bei Symptomen nach telefonischer Anmeldung zum Hausarzt

Bei Symptomen wie Husten, Fieber oder Atemschwierigkeiten melden Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt. Außerhalb der Öffnungszeiten der Praxen ist die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung 116 117 rund um die Uhr erreichbar.

Wichtige Telefonnummern bei Corona(verdacht):

  • 033748 8-1848: Corona-Infotelefon des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen (nur Ansage zu Abstrichzeiten, Formalitäten und Organisatorischem)
  • 033841 91-111: Hotline des Gesundheitsamtes Potsdam-Mittelmark
  • 033841 91-357: Gesundheitsamt Potsdam-Mittelmark, Sitz Bad Belzig
  • 03327 739-515 oder -514: Gesundheitsamt Potsdam-Mittelmark, Sitz Werder (Havel)
  • 116 117: Ärztlicher Bereitschaftsdienst
  • 115: Einheitliche Behördennummer
  • 0800 011 77 22: Unabhängige Patientenberatung Deutschland
  • 030 346 465 100: Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums

Notaufnahme ist nicht als erste Anlaufstelle geeignet

Als erste Anlaufstelle sind die Notaufnahmen von Krankenhäusern nicht geeignet, weil Ansteckungsgefahr für andere Patienten und auch für Sie besteht. Wir sind aber selbstverständlich für Sie da, sollten Ihre Symptome besonders schwerwiegend sein.

Wann kann ich in die Notaufnahme des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen gehen?

Wenn das Gesundheitsamt oder Ihr Hausarzt festgestellt haben, dass bei Ihnen ein begründeter und abzuklärender Corona-Verdacht besteht und dadurch Laborabstriche notwendig werden, können Sie mit folgenden Unterlagen zu uns kommen:

1. Chipkarte
2. Überweisungsschein der Hausarztes

Wo werden die Corona-Abstriche vorgenommen?

Seit 06.03.2020 steht an der Hauptzufahrt auf dem Krankenhausgelände Treuenbrietzen ein Zelt, in dem sich Menschen mit begründetem Verdacht zu o.g. Zeiten einfinden können. Ausschließlich dort werden die Abstriche vorgenommen.

Zu folgenden Zeiten werden dort Abstriche genommen

Bitte erscheinen Sie rechtzeitig und nicht erst kurz vor Ende der Zeit:

Montag - Freitag (außer Feiertage)
10:00 - 10:30 Uhr

Stand 27.05.2020

Wenn Sie weder vom Gesundheitsamt zur Untersuchung angeordnet wurden noch vom Hausarzt eine entsprechende Überweisung haben und auch kein Verdachtsfall nach RKI-Richtlinien sind, werden Ihnen die Kosten für einen Corona-Abstrich in Rechnung gestellt. WARUM?

Wir wollen damit sowohl unsere personellen als auch Laborkapazitäten für die Klärung echter Verdachtsfälle freihalten und erwarten dafür Ihr Verständnis.

Wie kann dieses Virus übertragen werden?

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage betragen kann.

Was bedeutet das für Sie? Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen?

Wie bei anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen die folgenden Maßnahmen auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus:

1. Mund-Nasen-Schutzpflicht im gesamten Gelände

2. Husten- und Nies-Etikette

  • Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehen Sie sich weg
  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten

3. Gute Händehygiene

  • Regelmäßiges Händewaschen nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten
  • Vor einem Patientenbesuch im Krankenhaus ist eine Händedesinfektion erforderlich

4. Abstand zu Erkrankten mit Atemwegserkrankungen (ca. 2 Meter)

Stationäre Aufnahme von Corona-Patienten

Für die Aufnahme stehen 24 Isolationsbetten auf einer Normalstation in einem separaten Gebäude zur Verfügung. Dazu kommen ITS- und Beatmungsbetten in einem weiteren Gebäude, die Zug um Zug auf bis zu 34 Betten aufgestockt werden können.

Psychosoziale Krisenberatung in Corona-Zeiten

Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen bietet im Rahmen der Corona-Pandemie eine telefonische Beratung für die psychisch belasteten Menschen  unserer Region. Unter der Tel.-Nr.  033748 8-2158 (bzw. 2258) können Sie sich  montags bis freitags 7:30 – 16:00 für ein telefonisches oder persönliches Gespräch mit Dr. Silov, Chefarzt der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie, anmelden.

Interview rbb Inforadio: https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/202004/22/psychiater-corona-zeiten-erfahrungen.html

Kann ich Angehörige im Krankenhaus besuchen?

Seit 13.03.2020 gilt bis auf weiteres eine Besuchersperre im Krankenhaus. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Gesamtsituation und auf die besondere Situation in einem Krankenhaus. Patientensicherheit und -schutz hat Vorrang. 
Ausnahmen sind nach vorheriger telefonischer Absprache nur für Angehörige von Palliativpatienten möglich. Wenn Sie Wäsche oder andere Dinge für Ihre Angehörigen bringen, können Sie diese an unserer Information abgeben, dort sorgt man für die Weiterleitung.

Wir prüfen in der ersten Juniwoche, ob und wie und wann eine Lockerung in Frage kommen kann.

Findet meine geplante Operation, Untersuchung oder Behandlung im Krankenhaus trotzdem statt?

Je nach Entwicklung der der allgemeinen Lage müssen wir uns vorbehalten, Operationen, Untersuchungen oder Behandlungen von nicht lebensbedrohlichen Krankheiten abzusagen. Dazu werden wir Kontakt zu Ihnen aufnehmen. Wir bewerten die Lage täglich neu und sind selbstverständlich darum bemüht, Sie nicht unnötig zu verschieben.

Zeitweilige Umzüge von MVZ-Praxen und Krankenhaus-Ambulanzen

Um ein komplettes Gebäude für Corona-Patienten freizuziehen, sind folgende Ärztinnen und Ärzte mit Ihren Sprechstunden und Ambulanzen aus dem Haus 3 ausgezogen:

  • Dr. P. Hortig (MVZ Pneumologie)
  • Dr. G. Zeidler (Chefärztin Rheumatologie)
  • Dr. R. Krügel (Chefarzt Pneumologie)
  • Dr. U. Rabe (Allergologische Ambulanz, Chefärztin Allergologie)
  • Dr. Dr. Ch. Rommel (MVZ Psychiatrie, Chefarzt Psychiatrie und Psychotherapie)

Patienten mit Terminen beachten bitte die neuen Auschilderungen oder melden sich am Haus1 / Liegendanfahrt.

Johanniter-Medianzentrum

Der Geräteraum ist für unsere privaten Mitglieder und alle Trainigsgruppen bis auf Weiteres geschlossen.
Für Patienten mit Heilmittelverordnungen laufen die ambulanten Therapien weiter.
Informationen finden Sie auch unter www.johanniter-medianzentrum.de
Danke für Ihr Verständnis!  

Corona: Vorübergehende Schließung der Rheuma-Tagesklinik

Liebe Patientinnen und Patienten, leider finden zumindest bis Ende Mai 2020 (Stand 13. Mai) keine Aufnahmen in unserer Rheuma-Tagesklinik statt aufgrund der Corona-Pandemie. Das bedauern wir natürlich sehr.
Termine für Neuaufnahmen können voraussichtlich Anfang Juni wieder unter der Tel. Nr. 033748 8-2411,  per Fax unter 033748 8-2423 oder per E-Mail unter rheuma-tk@trb.johanniter-kliniken.de angefragt werden.

Weitere Informationen

Bei weiteren Fragen rund um das Thema Coronavirus können Sie sich per E-Mail an corona@johanniter-gmbh.de wenden oder folgende Rufnummern wählen (täglich von 16:00 - 20:00 Uhr):
030-2309970-444 
030-2309970-445 
030-2309970-446 
030-2309970-447  

Corona-App der Charité mit Checkliste
PNN-Artikel über die Corona-App der Charité

Aktualisiert: 28.05.2020