Corona-Verdacht - Was nun?

aktualisiert 02.04.2020 - Treuenbrietzen, 06. März 2020

Besonnenheit, Vorsicht und Zurückhaltung

Auf das näherkommende Corona-Virus bereitet sich das Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen intensiv vor. Wir arbeiten eng mit den Gesundheitsämtern, dem Robert-Koch-Institut und weiteren Stellen zusammen. Wir trennen mögliche Verdachtsfälle von Beginn an von allen anderen Patienten. Es besteht kein Grund zur Panik. Besonnenheit, Vorsicht und vor allem Zurückhaltung helfen allen am meisten weiter.

Informationsblatt Corona

Infofilm Corona vom 17.03.2020

Seit 13.03.2020 gilt ein Besuchsverbot im Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen.

Das Corona-Infotelefon des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen ist seit 16.03.2020 geschaltet.
Tel. 033748 8-1848

BITTE BETRETEN SIE AUF KEINEN FALL DAS KRANKENHAUS oder DIE MVZ-PRAXIS, WENN SIE EIN CORONA-VERDACHTSFALL SIND! WARTEN SIE IM ZELT!

Wann bin ich ein Verdachtsfall?

  • Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Corona-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden.
  • Personen, die sich in einem vom RKI ausgewiesenen internationalen Risikogebiet bzw. in einem in Deutschland besonders betroffenen Gebiet aufgehalten haben, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Beim Auftreten von akuten respiratorischen Symptomen sollten sie die Husten- und Niesregeln sowie eine gute Händehygiene beachten und, nach telefonischer Voranmeldung mit Hinweis auf die Reise, einen Arzt aufsuchen.
  • Für Reisende aus Regionen, in denen Corona-Fälle vorkommen, die aber keine internationalen Risikogebiete bzw. in Deutschland besonders betroffene Gebiete sind, gilt: Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten Sie – nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise – einen Arzt aufsuchen. Zudem sollten sie unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben, die Husten- und Niesregeln sowie eine gute Händehygiene beachten.

Ermittlung von Kontaktpersonen

Kategorie I–Kontaktpersonen: hohes Infektionsrisiko

  • 15-minütiges face-to-face-Gespräch
  • direkter Kontakt mit Sekreten oder Körperflüssigkeiten eines bestätigtem COVID-19-Falls
  • medizinisches Personal OHNE verwendete Schutzausrüstung
  • Kontakt im Flugzeug

Wenn innerhalb von 14 Tagen Symptomatik entsteht:

  • Kontakt zum Gesundheitsamt
  • Kontaktreduktion nach Maßgabe des Gesundheitsamt
  • weitere Maßgaben des Gesundheitsamtes einhalten


Kategorie II-Kontaktpersonen: geringeres Infektionsrisiko

  • Personen, die sich im selben Raum wie ein bestätigter COVID-19-Fall aufhielten
  • Familienmitglieder, die keinen mindestens 15-minütigen Gesichts- (oder Sprach-)kontakt hatten
  • Medizinisches Personal, welches sich ohne Verwendung adäquater Schutzbekleidung im selben Raum wie der bestätigte COVID-19-Fall aufhielt, aber eine Distanz von 2 Metern nie unterschritten wurde

Vorgehen:

  • Keine tägliche Symptomkontrolle; Meldung beim Gesundheitsamt nach Ablauf von 14 Tagen nach dem letzten Kontakt mit dem bestätigten Fall
  • Reduktion der Kontakte zu anderen Personen
  • Generell im Haushalt nach Möglichkeit zeitliche und räumliche Trennung der Kontaktperson von anderen Haushaltsmitgliedern
  • Häufiges Händewaschen, Einhaltung einer Hustenetikette.

Bei Auftreten von Symptomen: siehe Kategorie I

Bei Symptomen nach telefonischer Anmeldung zum Hausarzt

Bei Symptomen wie Husten, Fieber oder Atemschwierigkeiten melden Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt. Außerhalb der Öffnungszeiten der Praxen ist die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung 116 117 rund um die Uhr erreichbar.

Notaufnahme ist nicht als erste Anlaufstelle geeignet

Als erste Anlaufstelle sind die Notaufnahmen von Krankenhäusern nicht geeignet, weil Ansteckungsgefahr für andere Patienten und auch für Sie besteht. Wir sind aber selbstverständlich für Sie da, sollten Ihre Symptome besonders schwerwiegend sein.

Wann kann ich in die Notaufnahme des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen gehen?

Wenn das Gesundheitsamt oder Ihr Hausarzt festgestellt haben, dass bei Ihnen ein begründeter und abzuklärender Corona-Verdacht besteht und dadurch Laborabstriche notwendig werden, können Sie mit folgenden Unterlagen zu uns kommen:

1. Chipkarte
2. Überweisungsschein der Hausarztes (Wochenende zwingend nötig zur Behandlung in der Notaufnahme)

Zu folgenden Zeiten werden dort Abstriche genommen

Montag - Freitag
10:00 - 12:00 Uhr

Zusätzlich Montag und Mittwoch
14:00 - 16:00 Uhr

Samstag, Sonntag
9:00 - 10:00 Uhr (Bitte beachten Sie, dass wir am Wochenende hierzu zwingend eine Überweisung für eine Notfalluntersuchung im Krankenhaus benötigen)

Wenn Sie weder vom Gesundheitsamt zur Untersuchung angeordnet wurden noch vom Hausarzt eine entsprechende Überweisung haben und auch kein Verdachtsfall nach RKI-Richtlinien sind, werden Ihnen die Kosten für einen Corona-Abstrich in Rechnung gestellt. WARUM?

Wir wollen damit sowohl unsere personellen als auch Laborkapazitäten für die Klärung echter Verdachtsfälle freihalten und erwarten dafür Ihr Verständnis.

Wie finde ich die Notaufnahme des Johanniter-Krankenhauses?

Seit 06.03.2020 steht an der Hauptzufahrt auf dem Krankenhausgelände Treuenbrietzen ein Zelt, in dem sich Menschen mit begründetem Verdacht zu o.g. Zeiten einfinden können. Ausschließlich dort werden die Abstriche vorgenommen.

Wie kann dieses Virus übertragen werden?

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage betragen kann.

Was bedeutet das für Sie? Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen?

Wie bei anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen die folgenden Maßnahmen auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus:

Husten- und Nies-Etikette

  • Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehen Sie sich weg
  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten

Gute Händehygiene

  • Regelmäßiges Händewaschen nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten
  • Vor einem Patientenbesuch im Krankenhaus ist eine Händedesinfektion erforderlich

Abstand zu Erkrankten mit Atemwegserkrankungen (ca. 2 Meter)

Arbeitet die MVZ-Praxis Pneumologie Treuenbrietzen normal weiter?

Wir sind am 26.03.2020 vorübergehend in andere Praxisräume auf dem Krankenhausgelände umgezogen. Bitte benutzen Sie dorthin den ausgeschilderten Weg zum Seiteneingang und gehen nicht durch den Haupteingang des Krankenhauses.

Ab 30.03.2020 stehen wir wieder mit allen Leistungen zu den gewohneten Sprechzeiten zur Verfügung.
Folgerezepte stellen wir unkompliziert in der regulären Sprechzeit aus.
Akutpatienten werden wie gewohnt behandelt.

Findet meine geplante Operation, Untersuchung oder Behandlung im Krankenhaus trotzdem statt?

Je nach Entwicklung der der allgemeinen Lage müssen wir uns vorbehalten, Operationen, Untersuchungen oder Behandlungen von nicht lebensbedrohlichen Krankheiten abzusagen. Dazu werden wir Kontakt zu Ihnen aufnehmen. Wir bewerten die Lage täglich neu und sind selbstverständlich darum bemüht, Sie nicht unnötig zu verschieben.

Stationäre Aufnahme schwerer Fälle

Für die Aufnahme stehen 24 Isolationsbetten in einem separaten Gebäude zur Verfügung.
Dazu kommen ITS- und Beatmungsbetten in einem weiteren Gebäude, die Zug um Zug auf bis zu 34 Betten aufgestockt werden können.

Sollte ich Angehörige im Krankenhaus besuchen?

Seit 13.03.2020 gilt einer Besuchersperre im Krankenhaus. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Gesamtsituation und auf die besondere Situation in einem Krankenhaus. Patientensicherheit und -schutz hat Vorrang. 
Ausnahmen sind nach vorheriger telefonischer Absprache nur für Angehörige von Palliativpatienten möglich. Wenn Sie Wäsche oder andere Dinge für Ihre Angehörigen bringen, können Sie diese an unserer Information abgeben, dort sorgt man für die Weiterleitung.
Seit 17. März 2020 gilt eine entsprechende Verordung des Landes Brandenburg.

Johanniter-Medianzentrum

Der Geräteraum ist für unsere privaten Mitglieder und Trainigsgruppen bis auf Weiteres geschlossen.
Für Patienten mit Heilmittelverordnungen laufen die ambulanten Therapien weiter.
Informationen finden Sie auch unter www.johanniter-medianzentrum.de
Danke für Ihr Verständnis!  

Corona: Vorübergehende Schließung der Rheuma-Tagesklinik

Liebe Patientinnen und Patienten, leider finden zumindest bis Ende April 2020 keine Aufnahmen in unserer Rheuma-Tagesklinik statt aufgrund der Corona-Pandemie. Das bedauern wir natürlich sehr.
Termine für Neuaufnahmen können voraussichtlich Anfang Mai wieder unter der Tel. Nr. 033748 8-2411,  per Fax unter 033748 8-2423 oder per E-Mail unter rheuma-tk@trb.johanniter-kliniken.de  angefragt werden.

Weitere Informationen

Bei weiteren Fragen rund um das Thema Coronavirus können Sie sich per E-Mail an corona@johanniter-gmbh.de wenden oder folgende Rufnummern wählen (täglich von 16:00 - 20:00 Uhr):
030-2309970-444 
030-2309970-445 
030-2309970-446 
030-2309970-447  

Corona-App der Charité mit Checkliste
PNN-Artikel über die Corona-App der Charité

Aktualisiert: 02.04.2020