Rezertifizierung als Lungenkrebszentrum bestanden

Treuenbrietzen, 12. Juli 2018

Deutsche Krebsgesellschaft bestätigt Behandlungs- und Prozessqualität

Die Fachklinik für Pneumologie, Thoraxchirurgie und Allergologie am Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen ist zum 3. Mal erfolgreich von der Deutschen Krebsgesellschaft zum Lungenkrebszentrum rezertifiziert worden. Damit ist sie weiterhin Brandenburgs einziges zertifiziertes Lungenkrebszentrum. Im Rahmen eines zweitägigen Audits Anfang Juni wurden die Entwicklung der Lungenklinik und die internen Prozesse geprüft und begutachtet. Das Ergebnis der Auditoren fiel positiv aus, sie sahen die umfassenden Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft als erfüllt an und bestätigten die sehr gute Entwicklung des Lungenkrebszentrums. 

Hinter einem solchen Zertifizierungsprozess steht eine ständige enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärzten, Pflegekräften, Psychoonkologinnen, Sozialdienst und Qualitätsmanagement. Dabei befindet sich die Lungenfachklinik in einer ständigen Weiterentwicklung. Zudem erhält sie Empfehlungen, die jährlich auf Umsetzung geprüft werden. Dieser Blick von außen durchleuchtet die Qualität der medizinischen Leistungen und Prozesse sowie die Strukturen auf den unterschiedlichsten Ebenen. Das ist eine wichtige Ergänzung der klinikinternen Perspektiven hinsichtlich weiterer Potenziale und Chancen und macht das Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen zu einem „lernenden Unternehmen“. 

So werden seit 2012 alle in Frage kommenden Patientenfälle in der interdisziplinären Tumorkonferenz diskutiert. Um noch mehr Experten einzubinden, investierte das Johanniter-Krankenhaus in ein Videokonferenzsystem, so dass auch Experten aus anderen Einrichtungen teilnehmen können. Heute ist die Tumorkonferenz integraler Bestandteil der individuellen Therapie unserer Lungenkrebspatienten und trägt einen wichtigen Teil zur Behandlungsqualität bei.

Gerade im Frühjahr 2018 investierte das Haus in Endoskopietechnik der neuesten Generation und erreichte einen Qualitätssprung in der Diagnostik von Tumorerkrankungen. Die Expertise kommt aus der hohen und über die Jahre leicht wachsenden Zahl der operativ und chemo-/radiotherapeutisch zu versorgenden Patienten und aus der hohen geforderten Zahl an speziellen bronchologischen Untersuchungen und Interventionen. Mit diesen Erfahrungen ist die Lungenfachklinik die einzige im Land Brandenburg, die die Anforderungen nachweisbar erfüllt.

Die Lungenfachklinik kann am 1. Oktober 2018 auf ihr 20. Jubiläum am Krankenhaus Treuenbrietzen zurückschauen. Ihre Wurzeln jedoch sind viel älter, denn zum einen leben hier die berühmten Beelitzer Heilstätten (gegr. 1902) fort, zum anderen hat das Krankenhaus Treuenbrietzen eigene Wurzeln als Tuberkulosekrankenhaus von 1927-1968, bevor diese Abteilung nach Beelitz-Heilstätten integriert wurde am 01.10.1998 nach Treuenbrietzen zurückkehrte. 

Die Klinik führt 2018 insgesamt 154 Betten in den Bereichen allgemeine Pneumologie, Schlafmedizin, Onkologie, Palliativmedizin, Beatmungsmedizin, Allergologie und Asthma sowie Thoraxchirurgie und Intensivmedizin. Dazu kommen 5 tagesklinische Behandlungsplätze. Damit kann sie das gesamte Spektrum an Lungenkrankheiten behandeln.Jährlich werden hier ca. 3.300 Patienten behandelt. Dazu kommen ca. 5.200 ambulante Patienten in der MVZ-Praxis für Pneumologie (jeweils 2017).