Was ist Demenz?

Wir alle vergessen, verwechseln, irren. Mit zunehmendem Alter immer häufiger. Demenz ist aber mehr als nur eine Gedächtnisstörung des normalen Alterungsprozesses.
Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der die wichtigen Nervenzellen für das Gedächtnis, für das Denk- und vor allem für das Lernvermögen zerstört werden. Die Krankheit vollzieht sich schleichend und ist zu Beginn noch durch Routine und Ausweichmanöver der Betroffenen zu verschleiern. Der Krankheitsverlauf kann sich über Jahrzehnte erstrecken. Bei manchen Erkrankten bleiben einzelne Fähigkeiten lange erhalten, während andere sehr schnell abnehmen. Der Verlust früherer Denkfähigkeiten ist auf Dauer so schwerwiegend, dass die Alltagsbewältigung deutlich beeinträchtigt wird. Es kommt zu einem Verlust erworbener intellektueller Fähigkeiten und zu Persönlichkeitsveränderungen. Insbesondere ist das Lernen neuer Informationen gestört. Die Erinnerung an lang zurückliegende Ereignisse kann dagegen erhalten bleiben. Es kommt so zu einem Rückzug in die Vergangenheit. Die wichtigsten Kommunikationsmittel wie Denk- und Urteilsvermögen, Sprache, Wahrnehmung und Orientierung verschlechtern sich von Tag zu Tag. Insbesondere die damit einhergehenden zunehmenden Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags und die Persönlichkeitsveränderungen mit nachlassender Gefühlskontrolle und schwierigem Sozialverhalten stellen für die Angehörigen eine große psychische und physische Belastung dar.