„Erste-Hilfe-Kurse und Menüdienste zu verteuern, wäre ein falsches Signal“

Berlin, 18. September 2019

Foto: Johanniter/Frank Schemmann

Der Bundesrat wird sich am 20. September mit einem Entwurf zur Änderung des Umsatzsteuergesetzes beschäftigen. Dadurch könnten wichtige soziale Angebote teurer werden. Betroffen wären beispielsweise Bildungsangebote wie Erste-Hilfe-Kurse. „Jeder Mensch sollte in einem Notfall Erste Hilfe leisten können. Davon sind wir leider noch weit entfernt. Daher wäre es ein falsches Signal, Erste-Hilfe-Kurse zu verteuern“, sagt Thomas Mähnert, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.

Auch Menüdienste, welche fast ausschließlich ältere Menschen in Anspruch nehmen, wären dann nicht länger von der Umsatzsteuer befreit. „Solche Menüdienste tragen dazu bei, Schwierigkeiten, die durch das Alter entstehen, zu mildern. Mit der geplanten Änderung würden Menschen zusätzlich finanziell belastet, die häufig sowieso schon in einer schwierigen Situation leben. Für manche könnte das bedeuten, dass sie sich nur noch selten ein warmes Mittagessen leisten könnten“, so Mähnert. 

Die Johanniter-Unfall-Hilfe setzt sich daher dafür ein, dass der Menüdienst und die betreffenden Bildungsangebote weiterhin von der Umsatzsteuer befreit bleiben. 

 

Die Stellungnahme der Johanniter-Unfall-Hilfe zur geplanten Änderung des Umsatzsteuergesetzes können Sie hier lesen.