Katastrophenschutz Standort Annaberg

Bei Katastrophen und in Krisensituationen ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren. Deswegen üben die Katastrophenschutz-Einheiten der Johanniter regelmäßig, wie sie in unklaren Lagen professionell handeln müssen.

Die ehrenamtlichen Helfer sind in Sanitäts- und Betreuungseinheiten organisiert. Sie treffen sich regelmäßig und nutzen ihre Technik und Fahrzeuge auch für Einsätze im "Normalfall": Bei Großveranstaltungen, Sportereignissen oder Konzerten. So lernen sie ihr Handwerk kennen und können im Ernstfall als routinierte Helfer eingreifen.

Viele der Helfer unterstützen auch ehrenamtlich den Rettungsdienst. Sie kennen die Notlagen, in die Menschen geraten können.

Die Johanniter bilden außerdem Rettungshundestaffeln aus. Die Prüfungen der Johanniter-Hundeteams gehören zu den schwersten Prüfungen in Europa.

Das Bundesministerium des Inneren und die Bundesländer unterstützen unsere Arbeit im Katastrophenschutz finanziell und beziehen uns in ihren Auftrag zur Sicherheit ein.

Im Jahre 1993 übernahm der damahlige JUH-Kreisverband Annaberg nach der Neuverteilung der Katastrophenschutzeinheiten in der Bundesrepublik Deutschland den Betreuungszug des Landkreises mit zunächst einem Lkw 7,5 t MAN und fünf ehrenamtlichen Helfern. Im Laufe der Zeit wuchs die technische Ausstattung der "Einheit" gemäß den gesetzlichen Vorgaben und auch das Interesse der Jugendlichen an der Mitarbeit zum Nutzen der Allgemeinheit ließ nicht lange auf sich warten. So zählte unser Betreuungszug zur Mitte der 90er Jahre einen stolzen Bestand von 52 aktiven Helfern. Zu den "Aktivisten der ersten Stunde" bei der Aufstellung des KatS-Zuges zählte zweifelsohne Thomas Gabriel, Rettungssanitäter im Dienste der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., welcher auch bis Ende 2002 als Zugführer mit Carsten Stoll (stv. ZFü) an seiner Seite die Geschicke der Einheit lenkte. Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte auch die nahezu komplette fahrzeugtechnische Ausstattung durch den Bund, als obersten Dienstherren im Zivilschutz.

Es erfolgten unzählige Ausbildungen im Umgang mit der vorhandenen Technik, welche beispielsweise beim Zeltbau sogar bis fast zur Perfektion getrieben wurden. Leider musste nach Ablauf von sieben Jahren ein rapider Helferrückgang verzeichnet werden, da die vorgeschriebene Verpflichtungszeit für den Wehrersatzdienst abgegolten war, und nur wenige Mitglieder "ihrem" Betreuungszug die Treue hielten.

Zu Beginn des Jahres 2003 erfolgte aufgrund beruflicher Veränderungen bei den bisherigen Einheitsführern ein Wechsel in der Zugführung. Neuer "Chef" wurde mit seiner Berufung zum Zugführer René Zahn, der im Rückblick auf die großen Verdienste seines Vorgängers ein schweres Erbe angetreten hat. An seine Seite stellte er sich zu Ende diesen Jahres als Stellvertreter Udo Helbig, der bereits seit einigen Jahren als Helfer, später als Gruppenführer dem Betreuungszug mit Fach- und Sachverstand zur Seite stand.

Zum heutigem Zeitpunkt zählt unser Zug 30 Aktive sowie Herrn Gabriel als Ehrenmitglied, wobei 11 Helfer ihren Wehrersatzdienst zur Bundeswehr ableisten. Natürlich sind wir zur Verstärkung unserer jungen und frischen Truppe ständig auf der Suche nach engagierten und motivierten Frauen und Männern im Alter zwischen 18 und 60 Jahren. Selbstverständlich besteht auch nach wie vor die Möglichkeit der Befreiung von der Wehrpflicht ähnlich dem Zivildienst, bei einer für die Dauer von mindestens sechs Jahren tatächlichen und regelmäßigen Mitwirkung im Katastrophenschutz.

Zum Einsatz wird der Betreuungszug bei größeren bzw. überregionalen Schadenslagen gerufen und zeichnet hierbei für die Unterbringung sowie die Versorgung von Betroffenen und Helfern mit Waren des allernötigsten täglichen Bedarfs, insbesondere mit Verpflegung.

Ihr Ansprechpartner Dirk Roscher