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17.06.2021 | Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal

Kooperation zur optimalen Behandlung von Lungen-Patienten

Aufbau eines Herz-Lungen-Zentrums in der Altmark

Bauen das Herz-Lungen-Zentrum in der Altmark auf: Prof. Jörg Fahlke (von links), Dr. Jost Achenbach, PD Dr. Michael Gross und Al Jefri. Foto: C. Klupsch

Gutartige Lungenerkrankungen, etwa die Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zählen zu den häufigsten Todesursachen. Die COPD nimmt auch entscheidenden Einfluss auf andere Organsysteme und hier insbesondere auf das Herz-Kreislauf-System. „Für betroffene Patienten ist eine enge Verzahnung von ambulanten und stationären Behandlungsmöglichkeiten entscheidend“, so PD Dr. Michael Gross, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Rheumatologie des Stendaler Johanniter-Krankenhauses. Die Klinik hat daher mit der Lungenklinik Lostau und der Facharztpraxis für Pneumologie in Stendal eine enge Kooperation geschlossen.

Die Klinik für Kardiologie, Angiologie und Rheumatologie befasst sich gemäß ihres Versorgungsauftrages als Akutklinik seit vielen Jahren mit der Behandlung von Patienten mit gutartigen Lungenerkrankungen. „Durch die Kooperation mit der Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin und Thorakale Onkologie der Lungenklinik Lostau unter der Leitung von Chefarzt Dr. Jost Achenbach und im ambulanten Bereich mit der Facharztpraxis für Pneumologie in Stendal von Facharzt Al Jefri können zukünftig Patienten noch intensiver diagnostisch und therapeutisch betreut werden“, so PD Dr. Michael Gross. Der Aufbau dieser neuen transsektoralen Netzwerkstruktur (Herz-Lungen-Zentrum) werde die Versorgungsqualität für die Patienten in der Altmark weiter verbessern.

Schwerpunkt dieser interdisziplinären Zusammenarbeit bilden laut Dr. Gross neben der COPD auch der Lungenhochdruck und die kardiovaskulären Erkrankungen aufgrund von schlafbezogenen Atmungserkrankungen, die zu Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen führen können sowie die koronare Herzerkrankung.

Das Rauchen aber auch langjähriges Passivrauchen, extreme Luftverschmutzung oder eine geschwächte Immunabwehr zählen zu den klassischen Risikofaktoren einer COPD. Typische Symptome sind eine erschwerte Ausatmung, Atemnot bei Belastung, Husten und vermehrter Auswurf. Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland etwa sechs Millionen Menschen an einer COPD erkrankt sind.